Zweifelhafte Studien
Sendung vom 09.03.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Zwei sensationelle Studien lassen aufhorchen. Unisono berichten unsere Medien, Fast Food schädige das Immunsystem. Es rufe Entzündungen wie bei einem schweren Infekt hervor, die schließlich zu Herzinfarkt und Diabetes führen. Zu allem Überfluss verursache Fertigkost Krebs. Das muss auf den Prüfstand! Die erste Studie wurde mit Mäusen durchgeführt. Die armen Tiere litten durch ihr ungesundes Futter an schweren Entzündungen, die selbst nach Absetzen der brisanten Kost nicht abklingen wollten. Nach Angaben der Forscher ein klarer Beleg dafür, dass Fast Food für die Entstehung einschlägiger Zivilisationskrankheiten verantwortlich sei. Das ist heftig - und vor allem überraschend. Denn mit Speck fängt man Mäuse! Die kleinen Nager lieben Fast Food wie Brötchen, Buletten, Käse und Pommes über alles. Würden die vernichtenden Ergebnisse der...

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Vegetarische und vegane Ernährung ist „Mainstream“ – doch wollte sich die ganze Menschheit fleischfrei ernähren, wäre nicht genug für alle da, sagt Lebensmittelchemiker Udo Pollmer. Mit Co-Autoren zerpflückt er jetzt in einem Buch gängige Argumente aus der heilen Veggie-Welt.

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ein Artikel aus der => Tiroler Tageszeitung 

Gegen einen veganen Nachmittag im Biergarten hat der streitbare deutsche Lebensmittelchemiker Udo Pollmer gar nichts einzuwenden. Ihn und seine Co-Autoren von „Don’t go Veggie“ – den Agrarstatistiker Georg Keckl und den Landwirt und Sozialwissenschafter Klaus Alfs – stört aber, dass der Verzicht auf Fleisch und andere tierische Produkte heute oft eine „religiöse Weltanschauung“ mit Sektencharakter sei. Selbst innerhalb der Anhängerschaft gebe es Hierarchien: Da blickt der „moralische Vegetarier“ auf den „Gesundheitsvegetarier“ herab. Der Veganer verachtet den Vegetarier, der noch Eier und Käse auf dem 

Mad Gurke© Piumadaquila / www.fotolia.deTeller hat – und für den Frutarier sind die alle unten durch. Pollmer ortet hier eine „moralische Überheblichkeit, aber da ist keine Moral und Verantwortung dahinter“. Zu leugnen, „dass wir alle Teil der Nahrungskette sind, an deren Ende selbst der Löwe wieder von Würmern gefressen wird“, nennt er unverblümt Verblödung. „Auch in Österreich gibt es aber ein beachtliches Erstarken der Bewegung, weil offenbar nicht bekannt ist, dass man am Großglockner keine Ananas anbauen kann“, formuliert er im TT-Gespräch scharf.

Schinken für die Ökobilanz

„Die Meinung, wenn wir kein Fleisch äßen, dann hätten alle mehr zu essen, ist falsch. Wenn Sie die Almen nicht nutzen, dann haben Sie weniger zu essen! Gerade in Österreich gibt es viele Flächen, die überhaupt nur durch Weidebetrieb nutzbar sind, wo kein Brotgetreide und keine Marillen gedeihen“, betont Pollmer. „Laut der Welternährungsorganisation sind weltweit sogar 60 Prozent der verfügbaren Agrarflächen nur zur Produktion tierischer Lebensmittel geeignet.“ Aus der Mongolei werde nur deshalb Fleisch...

In der Steinzeit aßen die Menschen gesünder: Frisches Obst und Gemüse, sowie ein wenig Fleisch aus Freilandhaltung standen auf dem Speiseplan. Beste Voraussetzungen zur Bekämpfung von Zivilisationskrankheiten? Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.



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Grenzwertiges Grünzeug? Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.



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ein Beitrag von Udo Pollmer, erschienen im Schweizer MonatPDF download

Heute haben hierzulande nicht nur alle genug zu essen, sie können sich ihren Speisezettel auch nach eigenem Gusto zusammenstellen. Genuss pur! Das passt indes nicht allen: paternalistische Ernährungsexperten werden rabiat und wollen uns den Genuss dieser Freiheit verderben.

Lange glaubte man, alle Krankheiten auf die "Wollust" und die "Selbstbefleckung" zurückführen zu können. Vor allem Mediziner fühlten sich berufen, die schlimmen Folgen wollüstigen Treibens...

lesen Sie => hier im PDF "Unter die Ratschläger gekommen" weiter