Zielvorgabe Schulernährung:
Den Schülern schmeckt es, sie essen sich satt und bleiben so leistungsfähig !

Vegetarisch fuer Kinder© BlueSkyImages / www.fotolia.deNachdem im Sommer dieses Jahres ein Aufschrei der Empörung durch Deutschland hallte, weil „in Kitas zu viel Fleisch und zu wenig Obst und Gemüse verzehrt“ würde, nahm sich im November eine weitere Studie nun das Schulessen zur Brust [1] – und kam zum gleichen Ergebnis wie die Kita-Studie. Auch die medialen Mechanismen waren die gleichen – die vorschnelle und ungerechtfertigte Aburteilung, das Essen sei ungesund, denn es entspräche nicht den DGE*-Standards. Dabei lieferte die aktuelle Schulstudie - im Gegensatz zur Kita-Studie - das wichtigste Ergebnis gleich mit: „Den Kindern munden ihre Mittagsmahlzeiten: Etwa der Hälfte aller Schüler schmeckt das Essen sehr gut oder gut, insgesamt liegt die Note bei einer Zwei minus – und das ist unterm Strich, was auf dem Tisch zählt“, erklärt Ernährungswissenschaftler Uwe Knop. „Die praktische Erfahrung zeigt, dass gerade...

Udo Pollmers Mahlzeit
Sendung vom 27.07.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Körperbewusste Menschen widmen sich gern ihren Problemzonen als da bisher waren: Bauch, Beine, Po. Das stete Gejammer ging unlängst einer Autorin auf den Geist, sie spottete genervt, die wichtigste "Problemzone" sei wohl doch das "Hirn". Zum Glück wissen Ernährungsberaterinnen Rat: Was zur Straffung von Bauch, Beinen und Po recht ist, sei fürs faltige Hirn nur billig: viel Brokkoli, fettarme Kost, und reichlich Wasser lautet der Tenor in den Onlinemedien. Unser Gehirn ist auch nicht mehr das, was einmal war: Früher wurde es zum Zwecke des Denkens mit Traubenzucker betrieben, heute genügt Wasserkraft. Mit 78 Prozent sei Wasser schließlich der Hauptbestandteil, betonen Experten und folgern daraus, zur artgerechten Bewässerung seien zwei Liter am Tag erforderlich. Damit ließe sich das Blut verdünnen, und schon...

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Steckbrief: Bitterstoffe in Zucchini

von Tizian Klingel, Lebensmittelchemiker

Zucchini wrapsZucchini sind während der Grillsaison sehr beliebt. Wenn das Gemüse jedoch aus selbst gewonnenem Saatgut gezogen wurde, sind Vergiftungen nicht auszuschließen.
Foto: Dana Tenti
Lizenz: CC 0 1.0 Universal

Kürbisse, Zucchini und Gurken werden gern im heimischen Garten angepflanzt. Doch Vorsicht gilt beim Verzehr – neben bitterem Geschmack kann es sogar zu tödlichen Vergiftungen kommen.

Was gibt es schöneres als selbstangebautes Gemüse? Es gilt als schmackhafter und vor allem: Man weiß was man hat. Aus dieser Überzeugung heraus pflanzen viele Hobbygärtner Kürbisse, Zucchini und Co. im eigenen Garten. Gerne werden die Früchte auch mal verschenkt, was einem 79-jährigen Mann aus Heidenheim 2015 zum Verhängnis wurde. Beim Verspeisen eines Zucchiniauflaufs zog er sich eine tödliche Vergiftung zu, seine Frau überlebte die Mahlzeit. Verantwortlich dafür waren pflanzeneigene Bitterstoffe, sogenannte Cucurbitacine.


Die Bitterstoffe

Zucchini, Kürbis, Gurke und Melone gehören allesamt zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Diese enthalten ziemlich giftige Bitterstoffe, die sie vor Fraßfeinden und Krankheiten schützen sollen. Sie gehören wie...

Naturschutz hilft in erster Linie erst mal den Naturschützern selbst. Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.



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Im aktuellen Wahlkampf fordern grüne Politiker einen "Vegetarischen Tag" einzuführen.

Mal abgesehen von der politisch äußerst bedenklichen Unart, uns vorzuschreiben, was wir an welchem Tag essen dürfen - wie sinnvoll ist Vegetarismus eigentlich? Schont er tatsächlich unsere Agrarflächen und unser Klima? Wird dadurch die Lebensmittelversorgung der Welt verbessert?

Dazu ein Auszug aus dem EU.L.E.N-SPIEGEL "Vegetarier & Tierrechtler": PDF-download

Vegetarische Legende Nr. 3:
Die Produktion von Futter blockiert zwei Drittel der Agrarfläche

Von den weltweit knapp 5 Milliarden Hektar Agrarland werden tatsächlich nur 1,4 Milliarden beackert.10 3,4 Milliarden Hektar – also sogar mehr als zwei Drittel – dienen ausschließlich der Produktion tierischer Lebensmittel. Was für eine Verschwendung! Doch genau das ist ein gefährlicher Irrtum in Sachen Ökologie. Denn diese 3,4 Milliarden Hektar sind überwiegend Dauerweideland - meist in trockenen oder kalten Regionen.12 Dieses Land eignet sich nicht für den Ackerbau.
Wenn man die Steppen und die kühlen Regionen der Erde besiedeln will, dann geht das nur mit Weidewirtschaft – nicht nur im Allgäu, auch in der Prärie, dem Outback, der Pampa oder in Kasachstan. Egal wo, die Flächen, die zur Erzeugung von Rindfleisch dienen, sind global betrachtet überwiegend Landstriche, auf denen seit jeher nur Gras wächst - und nicht der allseits beschworene brandgerodete Urwald.

Bodennutzung 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rinder züchten im Pansen allerlei Mikroben, und diese verdauen mit Vergnügen Gras, Stroh und andere für uns unverdauliche Rohstoffe. Diese Mikroben wiederum ...