Zucker: Die Empfehlung der WHO kann Sie um Ihren Verstand bringen!

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Die „globalen Gesundheitshüter“ der WHO haben mal wieder einen PR-Coup der besonderen Sorte gelandet: Ihre Forderung, den Zuckerkonsum auf 5% zu reduzieren, um die „Übergewichtsepidemie zu stoppen“, verbreitete sich wie ein mediales Lauffeuer. Spiegel.de brachte es auf den Punkt: „WHO empfiehlt nicht mehr als sechs Teelöffel pro Tag“. Machen wir es kurz und schmerzlos: „Diese Forderung ist offenbar eine verkappte Marketingaktion für künstliche Süßstoffe, denn es gibt nicht einen einzigen soliden Beleg, dass Zucker dick oder krank macht“, erklärt Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.).

Selbst bei der Karies haben ihm inzwischen die Säuren (egal ob in Gummibärchen oder Obst) den Rang abgelaufen: Sie greifen den Zahnschmelz an – und zwar sofort beim Konsum. Auch als Diabetes-Ursache taugt der Zucker nicht, obwohl jahrzehntelang vergeblich versucht wurde, einen Zusammenhang zu konstruieren. Die Idee, die Zuckerkrankheit aus der Zahl der Würfelzucker abzuleiten, ist so intelligent, wie...

Udo Pollmers Mahlzeit
Sendung vom 07.09.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Die Obsternte fiel dieses Jahr geradezu gigantisch aus, vielfach brachen die Zweige unter der Last der Früchte. Nun fürchten die Obstbauern den zu erwartenden Preisverfall. Erste Meldungen sprechen davon, dass der Handel teilweise nur noch 15 Cent fürs Kilo bezahlt. Für den Verbraucher ist das sommerliche Wetter allemal Grund zur Freude. Denn dadurch gibt's nicht nur reichlich Obst, durch die warme Witterung ist es dieses Jahr auch besonders süß. Die Hitzewelle im August, hier gern als Vorbote eines drohenden Weltuntergangs gedeutet, ist für die Landwirte Afrikas ein Segen, falls der vorhergesagte Klimatrend global so bleibt. Die noch in den 80er-Jahren als Dürre- und Hungergebiet verrufene Sahelzone wird allmählich grüner und ernährt immer mehr Menschen. Wir dürfen nicht vergessen: Ein Anstieg der Temperatur heißt global betrachtet nicht etwa mehr...

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"Viel hilft viel" gilt nicht bei Vitaminpillen, ganz im Gegenteil. Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.



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Mit unserem Planeten geht´s zu Ende, oder doch nicht? Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.



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Brotzeit vom 18. Juli 2021

„Wo bleibt das Positive?“ So hieß es früher in den Redaktionen, wenn schon wieder Beiträge angeboten wurden, der Globus ginge alsbald den Bach hinunter. Bei allem, was wir täten, oder auch unterließen, dräue über kurz oder lang ein Weltuntergang. Geistiger Vater dieser...

Den vollständigen Text einschließlich der Quellenangaben finden Sie im exclusiven Mitgliederbereich. Dort ist auch das Archiv der Beiträge von "Mahlzeit" und "Brotzeit" verfügbar.

Von der Einfalt der Vielfalt

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von Klaus Alfs - erschienen im EU.L.E.N-SPIEGEL 4/2013  S. 13

Buddy Bear liBuddy BearKunterbunt soll unsere Gesellschaft sein.Buddy Bear rewikimedia commons / Florid
Nieder mit der Diskriminierung! In Berlin gibt es deshalb eine „Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung“. 
Diese hat ein flottes Konzept namens „Diversity“ ausgetüftelt, um sich und andere von der positiven Wirkung menschlicher Mannigfaltigkeit zu überzeugen. „Diversity“, so erfährt man auf der Homepage, „heißt wörtlich übersetzt Vielfalt. Dahinter stehen Ansätze, die die menschliche Vielfalt als gesellschaftliches Potenzial wertschätzen und bewusst fördern.“

Schon bei der Namensfindung scheint etwas schief gelaufen zu sein. „Landesstelle gegen Diskriminierung“ klang wahrscheinlich zu negativ, „Landesstelle für Gleichbehandlung“ zu abstrakt („dann kapiert ja keiner, dass wir gegen Diskriminierung sind“). Schließlich zerschlug man den gordischen Knoten, indem man sich auf eine „Landesstelle für-gegen“ einigte. 

Verkrampf di ned ...

Diese Grundverkrampfung prägt das gesamte Konzept; es erinnert an die Druckerzeugnisse der Zeugen Jehovas, wo Shiny Happy People gelassen dem kommenden Weltuntergang entgegensehen... Der fehlende Glaube an das Konzept wird durch emsige Geschäftigkeit kompensiert. So treiben im Projekt „Berlin – Stadt der Vielfalt“ diverse  „Fokusgruppen“ ihr Unwesen und zwingen die Mitarbeiter...