Udo Pollmers Mahlzeit
Sendung vom 07.09.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Die Obsternte fiel dieses Jahr geradezu gigantisch aus, vielfach brachen die Zweige unter der Last der Früchte. Nun fürchten die Obstbauern den zu erwartenden Preisverfall. Erste Meldungen sprechen davon, dass der Handel teilweise nur noch 15 Cent fürs Kilo bezahlt. Für den Verbraucher ist das sommerliche Wetter allemal Grund zur Freude. Denn dadurch gibt's nicht nur reichlich Obst, durch die warme Witterung ist es dieses Jahr auch besonders süß. Die Hitzewelle im August, hier gern als Vorbote eines drohenden Weltuntergangs gedeutet, ist für die Landwirte Afrikas ein Segen, falls der vorhergesagte Klimatrend global so bleibt. Die noch in den 80er-Jahren als Dürre- und Hungergebiet verrufene Sahelzone wird allmählich grüner und ernährt immer mehr Menschen. Wir dürfen nicht vergessen: Ein Anstieg der Temperatur heißt global betrachtet nicht etwa mehr...

=> lesen oder hören Sie weiter auf Deutschlandfunk Kultur Mahlzeit!

In eigener Sache

Auf der Webseite des EU.L.E. e.V. wird häufig behauptet, dass die allermeisten Nachrichten und Studien aus dem Bereich der Ernährungswissenschaften das PDF nicht wert sind, in dem sie gespeichert sind. Von "Garbage In - Garbage Out (GIGO)" war bei den hochwissenschaftlichen Berechnungen der Ökotrophologie häufig die Rede. Der Fachmann staunt entsetzt und der Laie wundert sich über nichts mehr.

Jetzt sind weitere Behauptungen publik geworden, bei Klima- und Wetterkunde gäbe es ähnliche Zustände. Doch lesen Sie selbst:
=> Kachelmann über Dürre-Warnungen der Medien

 

"Viel hilft viel" gilt nicht bei Vitaminpillen, ganz im Gegenteil. Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.



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Es menschelt in der Ernährungsberaterbranche. Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.



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Brotzeit vom 16. November 2019

Auf dem Altar des Klimawandels wird ein neues Opfer dargebracht: Diesmal lockt gar der Duft von gebratenem Fleisch. Denn es gibt eine bisher ungenutzte Sorte, die das Zeug hat, den fragwürdigen Schweinebraten zu ersetzen. Magnus Söderlund, Professor für Marketing an der Stockholmer School of Economics, empfiehlt, dem „menschengemachten Klimawandel“ nicht mehr mit Sojabratlingen und Madenburgern zu begegnen, sondern durch die schmackhafte Zubereitung von - Menschen.

Verkündet hat Söderlund diesen Geistesblitz auf...

 Den vollständigen Text einschließlich der Quellenangaben finden Sie im exclusiven Mitgliederbereich. Dort ist auch das Archiv der Beiträge von "Mahlzeit" und "Brotzeit" verfügbar.

 

Von der Einfalt der Vielfalt

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von Klaus Alfs - erschienen im EU.L.E.N-SPIEGEL 4/2013  S. 13

Buddy Bear liBuddy BearKunterbunt soll unsere Gesellschaft sein.Buddy Bear rewikimedia commons / Florid
Nieder mit der Diskriminierung! In Berlin gibt es deshalb eine „Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung“. 
Diese hat ein flottes Konzept namens „Diversity“ ausgetüftelt, um sich und andere von der positiven Wirkung menschlicher Mannigfaltigkeit zu überzeugen. „Diversity“, so erfährt man auf der Homepage, „heißt wörtlich übersetzt Vielfalt. Dahinter stehen Ansätze, die die menschliche Vielfalt als gesellschaftliches Potenzial wertschätzen und bewusst fördern.“

Schon bei der Namensfindung scheint etwas schief gelaufen zu sein. „Landesstelle gegen Diskriminierung“ klang wahrscheinlich zu negativ, „Landesstelle für Gleichbehandlung“ zu abstrakt („dann kapiert ja keiner, dass wir gegen Diskriminierung sind“). Schließlich zerschlug man den gordischen Knoten, indem man sich auf eine „Landesstelle für-gegen“ einigte. 

Verkrampf di ned ...

Diese Grundverkrampfung prägt das gesamte Konzept; es erinnert an die Druckerzeugnisse der Zeugen Jehovas, wo Shiny Happy People gelassen dem kommenden Weltuntergang entgegensehen... Der fehlende Glaube an das Konzept wird durch emsige Geschäftigkeit kompensiert. So treiben im Projekt „Berlin – Stadt der Vielfalt“ diverse  „Fokusgruppen“ ihr Unwesen und zwingen die Mitarbeiter...