Gepresste Nuggets statt Steaks! Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.



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Brotzeit vom 02. August 2022

 

Wozu noch strukturierte und aromatisierte Pflanzenklopse essen? Seit Jahren wird uns lecker Laborfleisch aus Stammzellen versprochen. Startups hätten doch längst eine breite Vielfalt an kultivierten Fleischstücken entwickelt. In der veganen Jubelpresse lese ich seit Jahren, man müsse nur noch entscheiden, welche Tierart als erste auf den Markt käme, und ob als...

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aus EU.L.E.N-SPIEGEL 2-3/2012 S.40PDF-download

Öko-Test prüft regelmäßig Produkte für Babys und Kleinkinder wie Schnuller, Sauger und Spielzeug auf technische Mängel und Schadstoffe. Nun hat sich die Redaktion entschlossen, bereits im Vorfeld tätig zu werden, und Spielzeug zu testen, das für Mama und Papa in spe gedacht ist. Denn auch diese Bedarfsgegenstände geraten bekanntlich in Schleimhautkontakt – ähnlich wie ein Schnuller, der intensiv benuckelt wird. 

der blaue Wurst-EngelDie Tester haben ja Recht, es bleibt sich gleich, welche Körperöffnungen bespielt werden. Und wehe, wehe, wenn dabei ins feuchtfröhliche Milieu versteckte Schadstoffe eingeführt werden! Das kann den unbeschwerten Spaß an der Freud gründlich vergällen.
Öko-Test prüfte 22 Toys für den Mann, die Frau oder das Paar, und stufte die meisten davon als „ungenügend“ ein. So auch den aus der Kultserie „Sex and the City“ bekannten „Rabbit“.
Am meisten erzürnten die Ökotester Weichmacher, dabei sollen die damit kontaminierten Dinger doch vielfach einen zu biegsamen Naturlümmel ersetzen.

Es ist schon ein Kreuz: Steht der eine auf das Schlucken von...

Fast-Food-Restaurants & Übergewicht: Kein Zusammenhang! 

Fast-Food-Karte© Dmytro Sukharevskyy / www.fotolia.deWer in der Nähe von Fast-Food-Restaurants lebt und arbeitet, der wird dick, so die Titel zahlreicher Medienberichte1. Basis dieser Zeitgeist-Meldungen war wie so oft eine Beobachtungsstudie2. „Grundsätzlich kann eine Beobachtungsstudie keine Kausalität, also keine Ursache-Wirkungs-Beziehung belegen“, erklärt Ernährungswissenschaftler Uwe Knop, „aber was hier an Daten geboten wird, das taugt nicht einmal als Korrelation, sondern nur für herzhafte Lacher: Umgerechnet drei Pommes am Tag können das Risiko für Fettleibigkeit verdoppeln, so das Fazit der Autoren im renommierten British Medical Journal BMJ.“ Noch Fragen? Sicher nicht … Doch! Für Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.) stellen sich zwei Fragen: ...

Segen, Propaganda oder Naivität?

von Sandro Christensen und Udo Pollmer, erschienen im EU.L.E.N-SPIEGEL 2-3/2015  S. 33

Goldener ReisEin Schälchen Goldener Reis
Nicht unbedingt nahrhafter,
aber allemal bunter
Foto: International Rice Research Institute (IRRI)
Lizenz: CC BY 2.0
Die Diskussion über den Goldenen Reis findet kein Ende. Von Ingo Potrykus und Peter Beyer mittels Gentechnik entwickelt, hofft man mit dieser Pflanze endlich Armutskrankheiten, insbesondere die Blindheit bei Kindern in Entwicklungsländern, bekämpfen zu können. Was die Befürworter als humanitäres Projekt betrachten, halten Greenpeace & Co für eine Bedrohung, die nur in eine Katastrophe münden kann. Wie hilfreich ist der Goldene Reis wirklich?

„Um vernachlässigbare Risiken zu vermeiden“, spottete der Statistiker Walter Krämer, „gehen die Menschen große Risiken ein“. Beispielhaft nennt er die „große Panik wegen Pestiziden in Babygemüse“, genauer gesagt in Babykostgläschen der Firma Schlecker: „Die Mütter rennen auf den Markt, machen ihr Gemüse selber, nichtwissend, dass in deutschem Marktgemüse eine 200 Mal höhere Schadstoffkonzentration vorliegen darf und auch vorliegt, als im schlimmsten, verseuchten Schlecker-Gemüse gefunden worden ist.“22

Natürlich ist auch das „Risiko“ durch Marktgemüse belanglos, es ist nur rein rechnerisch größer. Der Vorfall ist zwar schon ein paar Jahre her, aber noch immer instruktiv. Risiken lassen sich systembedingt nie völlig aus der Welt schaffen. Und sie erfordern...

Wenn Rohstoffe wie Milch und Butter zu teuer sind, lassen sich Lebensmittel auch aus Abfallprodukten wie Molke herstellen. Beim Bäcker, in Joghurts und in Fertigprodukten essen wir diese Zusatzstoff-Imitate bereits seit vielen Jahren. Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.


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