Udo Pollmers Mahlzeit
Sendung vom 15.06.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Natürlich leben und essen: Das muss gut sein, wird häufig angenommen. Das stimmt nicht immer, meint Udo Pollmer und belegt dies am Nicksyndrom: Auf der Suche nach der Krankheitsursache sorgte beispielsweise gerade ein Mehr an Vitamine für Unheil. Dort wo die Menschen noch im Einklang mit der Natur leben, seien sie auch gesünder, so ein landläufiges Vorurteil. Leider ist in Naturgesellschaften die Kindersterblichkeit hoch. Im Norden Ugandas und im Südsudan beispielsweise leiden viele junge Menschen am Nicksyndrom. Es beginnt mit unkontrolliertem Kopfnicken, dann folgen Krämpfe, schließlich versinken die Opfer in völliger Apathie. Da westliche Therapeuten mit ihrem Latein schnell am Ende waren, vermuteten sie reflexartig einen Mangel an Vitaminen, fehlende Impfungen und Kriegstraumata. Das waren leider falsche Fährten...

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Im Biolandbau werden schließlich auch nur biologisch-dynamische Spritzmittel verwendet, oder?! Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.



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2012 4 6 Vegetarische Legenden 1 mini

 

Ist die Massentierhaltung eine unausweichliche Folge unseres Fleischhungers? Und müssen immer mehr Tiere gehalten werden, um unseren Bedarf zu stillen?

Die Bilder aus den Ställen scheinen das zu belegen - aber der Schein kann trügen...
Dazu ein aus dem aktuellen EU.L.E.N-SPIEGEL "Vegetarier & Tierrechtler":

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ein Beitrag von Udo Pollmer, erschienen in SUS Schweinezucht und SchweinemastPDF download

Lebensmittelchemiker Udo Pollmer kritisiert offen die fleischlose Ernährung. Obwohl er damit anstößt, hält er an seiner Überzeugung fest.

In Deutschland hat sich eine absurde Diskussion um unsere Ernährung entwickelt. Den Menschen wird sug­geriert, dass eine fleischlose Kost die Welt retten würde. Die völlig verquere Botschaft: Esst kein Fleisch, dann müs­sen weniger Tiere leiden und der Hun­ger in der Welt nimmt ab. Mich empört diese Darstellung. Denn sie ist – wie viele andere vegane State­ments – nicht nur fachlich falsch, sondern auch heuchlerisch. Vegane Ernährung ist aus meiner Sicht...

lesen Sie => hier im PDF "Schluss mit dem vegetarischen Wahn" weiter

Gute Ernährung in Kitas: Kinder fragen statt Funktionäre!

Kinder essen Pizza© Shmel / www.fotolia.deDiese „erschreckende“ Ernährungsstudie war ein gefundenes Fressen für die gesamte Medienlandschaft: Kinder in deutschen Tagesstätten bekommen mittags zu viel Fleisch serviert, aber die lieben Kleinen haben zu wenig Obst und Gemüse auf dem Teller1! Dieses „ungesunde“ Ergebnis lieferte die Befragung von etwa 2% aller Kitas in Deutschland2. „Es mag sein, dass die Umfrage repräsentativ war, aber warum hat niemand die Kinder gefragt, ob ihnen das Essen auch schmeckt? Was bitte soll eine Bewertung durch Ernährungsfachkräfte, wenn die Meinung der kleinen Kinder, die für sie ungewohntes Kantinenessen essen sollen, offenbar keine Rolle spielt?“, fragt Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.). Sein Kollege, Ökotrophologe Uwe Knop, ergänzt: „Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht wäre es sicher angemessener gewesen, zuerst die willkürlichen Esserziehungsregeln der DGE auf ihre praktische Umsetzbarkeit zu prüfen - umso mehr, weil es bis dato keinen einzigen Beweis gibt, dass sie die Gesundheit der Kinder fördern!“

In der Befragung wurde das Kita-Mittagessen mit den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung DGE e.V. verglichen. Ergebnis: Den Kids wird zuviel Fleisch serviert, aber zu wenig Obst und Gemüse. Und das sei doch nicht gesund! „Die DGE-Standards sind reine Willkür“, so Knop, „denn...