Scharf auf Gewürze

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von Udo Pollmer, Andrea Fock, Monika Niehaus und Jutta Muth

Auszüge aus EU.L.E.N-SPIEGEL 6/2008 -1/2009 S. 38-43

SafranFoto: Serpico
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Safran
Menschen sind die einzigen Lebewesen, die ihre Speisen sowohl salzen als auch würzen. Exotische Gewürze waren jahrhundertelang sogar erheblich teurer als die Nahrung selbst und wurden dennoch in heute schier unvorstellbaren Mengen konsumiert.

Warum weckt gerade das, was ohne jeden Nährwert ist, unsere Begierde? Die übliche Antwort lautet: Weil es uns dann besser schmeckt. Doch das teuerste unserer Gewürze ist geschmacklich auch das lausigste: der Safran (Crocus sativus). Er riecht ein wenig nach...

Es ist eine Streitschrift gegen eine vegane oder vegetarische Ernährungsweise, die der Wissenschaftler Udo Pollmer mit seinem Buch „Don't go Veggie“ verfasst hat. Elf seiner 75 Argumente gegen „den vegetarischen Wahn“ stellt die => Berliner Zeitung hier ausführlich vor.

ein Artikel von Udo Pollmer in der österreichischen Zeitschrift "Die Ernährung"PDF download

Schweine auf dem Rasen© countrypixel / www.fotolia.de

Unsere Lebensmittelwirtschaft versteht sich immer weniger als zuverlässiger Ernährer der Bürger, sondern als Wunscherfüller von Sehnsüchten. Sie verkauft Etiketten mit einer heilen Märchenwelt. Oft auch einer Welt des Wahns. So findet sich ein breites Angebot von Speisen, die helfen sollen, abzunehmen. Also Nahrung, die im Körper eine Hungersnot auslösen soll, damit dieser zur Selbstverdauung schreitet. Schon wird der Mensch weniger – und glaubt durch Masseverlust wieder jünger und attraktiver zu wirken. Da ist selbst der Verkauf von Zehnerkarten für eine imaginäre Altweibermühle seriöser. Willkommen in „Felix Absurdistan“. Lasst alle Hoffnung fahren, so ihr einkaufen geht. Dann betretet Ihr einen Zauberwald, dann kuscheln die Ferkel auf Stroh, plüschige Bärenmarkenbären tapsen über saftige Almen und entlocken Alpeneutern frische Alpensahne, und fesche Ökobauern präsentieren stolz ihre...

Fast-Food-Restaurants & Übergewicht: Kein Zusammenhang! 

Fast-Food-Karte© Dmytro Sukharevskyy / www.fotolia.deWer in der Nähe von Fast-Food-Restaurants lebt und arbeitet, der wird dick, so die Titel zahlreicher Medienberichte1. Basis dieser Zeitgeist-Meldungen war wie so oft eine Beobachtungsstudie2. „Grundsätzlich kann eine Beobachtungsstudie keine Kausalität, also keine Ursache-Wirkungs-Beziehung belegen“, erklärt Ernährungswissenschaftler Uwe Knop, „aber was hier an Daten geboten wird, das taugt nicht einmal als Korrelation, sondern nur für herzhafte Lacher: Umgerechnet drei Pommes am Tag können das Risiko für Fettleibigkeit verdoppeln, so das Fazit der Autoren im renommierten British Medical Journal BMJ.“ Noch Fragen? Sicher nicht … Doch! Für Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.) stellen sich zwei Fragen: ...

Perchlorat in Lebensmitteln
Sendung vom 26.01.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Ein Pestizid, von dem man annahm, es sei aus den ökologischen Kreisläufen längst entschwunden, ist einfach nicht kleinzukriegen. In schöner Regelmäßigkeit finden die Chemiker beachtliche Rückstände. Belastet sind hauptsächlich Kräuter, grünes Blattgemüse, Brokkoli, aber selbst Pudding kann betroffen sein. Für Kampagnen taugt das Pflanzenschutzmittel weniger, weil sich diesmal kein bekannter Hersteller ans Kreuz nageln lässt. Es geht um den Unkrautkiller Perchlorat, der bereits vor einem Jahrzehnt verboten wurde. Irritierend ist, dass die zulässigen Höchstmengen recht hoch angesetzt sind, bei Treibhaus-Rucola sogar hundertmal höher als bei anderen verbotenen Mitteln. Und das bei einem Pestizid, das bis in die Muttermilch gelangt. Nach einer Bewertung durch österreichische Fachbehörden sind die Grenzwerte viel zu hoch angesetzt. Bei...

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