ein Artikel über Udo Pollmer in der FAZ

FAZ Wirtschaft

 Früher war Udo Pollmer der Feind der Agrarindustrie, weil er Bücher über Hormonfleisch und Pestizid-Gemüse schrieb. Jetzt warnt er mit giftigem Humor vor Veganismus - und macht sich Greenpeace und Co zu Gegnern. Wer ist dieser Mann?

Als Udo Pollmer ein junger Mann war mit langem Bart, langen Haaren und antiautoritärem Herzen, machte ihn ein spontaner Erfolg zum Publizisten. Sein erstes Buch wurde zum Bestseller, Pollmer berühmt. Das war 1982. Pollmer und seine Koautorin und Lebensgefährtin Eva Kapfelsperger hatten sich etwas getraut: „Iß und stirb“ war der harte Titel ihres aufklärerischen Buchs über Hormone im Fleisch, Pestizide im Gemüse und andere Schrecken der industrialisierten Ernährungswirklichkeit. Die Industrie war sofort gegen Pollmer. „Nach dem Buch hätte ich als Lebensmittelchemiker keinen Job bekommen“, sagt er. Die Bürger aber...

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Udo Pollmers Mahlzeit
Sendung vom 06.04.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Die Schlacht um die Vitamine tobt nun schon gut 100 Jahre und noch immer kann das Publikum im Getümmel keinen Sieger erspähen. Aber über all dem Lärm tönen klar die Fanfaren der Hersteller. Sie schreiben ihren Pillen und Pülverchen immer neue Wundertaten zu, die vergleichbare Produkte, wie das geweihte Wasser von Lourdes, weit in den Schatten stellen. Derweil lösen rigorose Versuchsreihen in der Fachwelt regelmäßig betroffenes Schweigen aus. Aktuell hat es das umsatzstarke Vitamin D erwischt. Stiftung Warentest kam zum Schluss, die üblichen Heilsversprechen seien nicht haltbar, zudem könne eine langfristige Überdosierung sogar zu Herzrhythmusstörungen führen. Auch die Hamburger Gesundheitswissenschaftlerin Ingrid Mühlhauser vermag keinen Nutzen für die Allgemeinheit zu erkennen und warnte ebenfalls vor Überdosierungen, die...

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Im Supermarkt findet man häufig grüne Kartoffeln - besonders in Bioläden. Kann man die bedenkenlos essen? Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.


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Gepanscht nach allen Regeln der KunstPDF-download
aus EU.L.E.N-SPIEGEL 7/1996 S. 2

Das Panschen von Olivenöl ist eine Kunst, die sich nicht erst seit heute großer Beliebtheit erfreut.

Olivenoel© hiphoto39 / www.fotolia.deDie Zeiten der plumpen und leicht erkennbaren Olivenölfälschungen sind vorbei. Gewöhnlich studieren die Panscher die Analysenmethoden der Überwachung, damit die Verfälschungen nicht "sichtbar" sind. Konrad Grob und Ernst Romann von der Züricher Lebensmittelüberwachung verweisen darauf, daß sich aufgrund des hohen Preises von Olivenöl bereits ein Fremdölzusatz von wenigen Prozenten lohnt. So ist durch Neuzüchtung ein spezielles Sonnenblumenöl verfügbar, das in der Zusammensetzung seiner Fettsäuren dem Olivenöl entspricht. Um die Fahnder hinters Licht zu führen, ...

„Mittelmeer-Diät" schützt vor rein gar nichts! 

Olivenoel© hiphoto39 / www.fotolia.deAnfang 2014 rauschten die Schlagzeilen zur präventiven Wirkung der Mittelmeerküche durch den Blätterwald: „Mittelmeer-Diät schützt vor Gefäßkrankheiten" oder „Mediterrane Diät verhindert Diabetes" 1, 2. Dabei wurden Risikosenkungen von 30% 3 über 40% 2 bis hin zu 50% 4 bejubelt.

„Diese Studie zeigt den 'Klassiker´ unter den Blendern der Ernährungsforschung - denn in den Lobeshymnen kolportierten viele Medien die schlagzeilenträchtige, aber irreführende relative Wahrscheinlichkeit" erklärt Udo Pollmer, Wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.), „die tatsächliche, also absolute Verminderung des Risikos liegt nach Studienangaben bei irrelevanten 0,68% bis 1,88%, die sich statistisch kaum absichern lassen.
Sollten diese Daten tatsächlich stimmen, dann ist die Mittelmeer-Diät damit erledigt", so Pollmer. Doch das ist noch nicht alles, denn bei dieser Studie tappten die Forscher in eine wahre Phalanx an Fettnäpfchen. Derzeit gilt die spanische PREDIMED-Studie als kleines Forschungsjuwel, denn sie ist eine der ganz wenigen Interventionsstudien. Im Gegensatz zu den gängigen Beobachtungsstudien, die bekanntermaßen keine Beweise für Ursache-Wirkungs-Beziehungen liefern, könnte diese RCT (randomised clinical trial) ernsthafte Hinweise auf einen...