Acrylamid: Viel Rauch um nichtsPDF-download

von Udo Pollmer
aus EU.L.E.N-SPIEGEL 2/2006 S. 1-2

Erinnern Sie sich noch an den April 2002? Damals hatten schwedische Experten das „krebserregende" Acrylamid in Kartoffelchips und Pommes entdeckt. Die Gesundheitsbehörden der deutschsprachigen Länder handelten erstaunlich schnell und warnten die Bevölkerung eindringlich vor dem „Pommesgift". Auch unsere Verbraucherschützer nutzten die Gunst der Stunde, um sich durch Forderungskataloge an Politik, Behörden und Industrie ins rechte Licht zu rücken.

Weihnachtsmarkt© StockPixstore / www.fotolia.deZum Glück entbehrte dieser hektische Aktionismus jeder Grundlage. Was damals von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wurde: Die schwedischen Forscher hatten ihre Entdeckung schon einmal, nämlich drei Jahre zuvor, bei der Fachpresse eingereicht. Im Jahr 2000 erschien sie in Chemical Research in Toxicology unter dem Titel: „Acrylamide: a cooking carcinogen?". Dort war zu lesen, dass beim Erhitzen von Lebensmitteln Acrylamid entsteht und diese Substanz im Blut der Bevölkerung nachweisbar ist, was damals aber niemanden so recht interessierte. Zum „Skandal" kam es erst Jahre später – ...

Beobachtung von „Ernährungsmustern“ statt Lebensmitteln bringt noch mehr Unklarheit!

Beobachter© tacna / www.fotolia.deEnde 2013 gab das Deutsche Institut für Ernährungsforschung DIfE bekannt: „Wer wenig Softdrinks, Fleischprodukte und Weißbrot konsumiert, hat ein geringeres Diabetesrisiko.“1 Diese Erkenntnis resultiert auf der Beobachtung von Ernährungsmustern, d.h. man kombinierte bestimmte Lebensmittel zu Gruppen. „Einzelne Nährstoffe und Lebensmittel zu beobachten, das hat sich als Irrweg gezeigt, der außer Verwirrung nichts brachte und den generellen Nutzen der Ernährungsforschung in Frage stellte. Nun verstecken sich die Ernährungsbeobachter hinter willkürlich kombinierten Ernährungsmustern, die statt Antworten noch mehr Unklarheit bringen“, erklärt Udo Pollmer, Wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.), „denn mit einer Gruppe von...

ein Beitrag von Udo Pollmer, erschienen in SUS Schweinezucht und SchweinemastPDF download

Lebensmittelchemiker Udo Pollmer kritisiert offen die fleischlose Ernährung. Obwohl er damit anstößt, hält er an seiner Überzeugung fest.

In Deutschland hat sich eine absurde Diskussion um unsere Ernährung entwickelt. Den Menschen wird sug­geriert, dass eine fleischlose Kost die Welt retten würde. Die völlig verquere Botschaft: Esst kein Fleisch, dann müs­sen weniger Tiere leiden und der Hun­ger in der Welt nimmt ab. Mich empört diese Darstellung. Denn sie ist – wie viele andere vegane State­ments – nicht nur fachlich falsch, sondern auch heuchlerisch. Vegane Ernährung ist aus meiner Sicht...

lesen Sie => hier im PDF "Schluss mit dem vegetarischen Wahn" weiter

Hintergrundbericht zum Ernährungsunsinn des Monats Februar 2015: Frühstück ist gesund für Kinderherzen

von Nikolaus Ott und Udo Pollmer

Spiegelei© Robert Neumann / www.fotolia.de

Die Angst vorm Cholesterin geht um, nicht nur Erwachsene, nun sollen sich auch Kinder vor Cholesterin fürchten, ein körpereigener Stoff, der angeblich Arteriosklerose und Herzinfarkt und damit den „vorzeitigen“ Tod herbeiführen würde. In den USA werden bereits die Blutfettwerte von Schulkindern gemessen und schon die Kleinsten vor dem Verzehr cholesterinhaltiger Lebensmittel gewarnt. Limo- und Wasserflaschen tragen den werblichen Aufdruck „no cholesterol“. Wer es wagt Vollmilch, Eier oder Bacon zu kaufen, muss sich an der Supermarktkasse schief anschauen lassen.

Diese Zustände jenseits des großen Teichs drohen uns zukünftig auch hier in Deutschland. Welche absurden Blüten die Angst vor dem Cholesteringespenst treibt, lässt beispielhaft die Studie „No breakfast at home: association to cardiovascular disease risk factors in childhood“ erkennen, an der auch deutsche Experten mitwirken durften. Darin behaupten die Autoren allen Ernstes, der Ort des Frühstückens hätte etwas mit dem Risiko...

Neben den Anwendungen als Zuckerersatzstoffe gibt es viele weitere Einsatzgebiete für Süßstoffe. Wofür Stevia, Saccharin & Co. noch gebraucht werden - es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.


facebookZur Diskussion     TonMP3 Download:
rechte Maustaste