Hören Sie aufmerksam zu! Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.



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Brotzeit vom 22. Februar 2021

Kennen Sie noch den „Zappelphilipp“? Mit einer solch klaren, um nicht zu sagen banalen Diagnose konnte sich die Fachwelt nicht zufriedengeben. Da klingt „Hyperaktivität“ schon gebildeter. Bald reichte auch das den Psychologen nicht mehr, sie begannen ihre Klientel weiter zu fassen und ersannen den Begriff ADHS, der neben Hyperaktivität auch „Aufmerksamkeitsstörungen“ und „Impulsivität“ umfasst.

Es dauerte nicht lange, da merkten sie, dass es auch...

Den vollständigen Text einschließlich der Quellenangaben finden Sie im exclusiven Mitgliederbereich. Dort ist auch das Archiv der Beiträge von "Mahlzeit" und "Brotzeit" verfügbar.

 

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 2-3/2012 S.10-11PDF-download

BeutelmuehleAbb. 1: Typischer Bauplan einer deutschen Mühle (1)Ist da etwa eine Schraube locker? Oder das Wasserrad schon so klapprig, dass es sogar das Rauschen des Baches übertönt? Nein. Am lauten Klappern erkannten Müller wie Wandersmann, dass hier regionale Qualität produziert wird. Doch was war vor 200 Jahren Qualität - namentlich im Lande der k.u.k-Mehlspeisen - als Wilhelm Müller das besagte Lied komponierte? Es muss wohl feines Mehl gewesen sein. Denn Apfelstrudel, Marillenknödel oder Kaisersemmeln aus Vollkorn - einfach undenkbar! Schlimmer noch als Rührei mit Eierschalen und Hühnerfedern.

Werfen wir einmal einen Blick in eine typische Mühle, wie sie jahrhundertelang in Mitteleuropa in Gebrauch war. Abb. 1 stammt aus dem berühmten Werk Theatrum machinarum novum von Georg Andreas Böckler aus dem Jahr 1661: Der Müller blickt auf den Zulauf des Beutelkastens.1 Das Mehl darinnen ist Weißmehl. Woran erkennt man das?...

ein Beitrag von Prof. Dr. Bärbel Kniel und Udo Pollmer, erschienen in backwaren aktuellPDF download

Kommentar Udo Pollmer

 

Hexenritte, Bier, Bordelle, Babynahrung, Odysseus und Hühnerfang: auf den ersten Blick kaum miteinander vereinbar.

Das verbindende Element sind Tropan-Alkaloide, natürliche pflanzliche Giftstoffe in Nachtschattengewächsen wie Stechäpfel und Bilsenkraut.

Beim Anbau von Feldfrüchten kann das Erntegut damit kontaminiert werden. Gesetzliche Höchstgehalte sind bereits in Vorbereitung...

lesen Sie => hier im PDF "Tropan-Alkaloide" weiter

Weniger Fleisch könnte Klima & Umwelt  schaden!

TreibhausSitzen wir bald alle im Treibhaus?
Foto: Hephaestos
Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wer das Weltklima retten will, müsse weniger Fleisch essen - denn Flexitarismus sei der Schlüssel einer klimaschonenden Ernährungsweise, so die Botschaft zahlreicher Medienberichte1. Basis dieser „Weniger Fleisch = besseres Klima“-Meldungen war eine schwedische Science-Fiction-Study, die verschiedene Szenarien zur Klimaentwicklung in Abhängigkeit vom Essverhalten vorhersagte2. „Diese Studie macht den Bock zum Gärtner, denn mehr Pflanzenkost statt Fleisch kann genauso schädlich für Klima und Umwelt sein“, so Udo Pollmer, Wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.). „Ein wesentlicher Grund dafür ist simpel: Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO ist über die Hälfte des landwirtschaftlich nutzbaren Landes dieser Erde nur für die Tierhaltung geeignet. Werden dort keine Tiere gehalten, werden dort Wildtiere weiden, die gleichermaßen Treibhausgase wie Methan emittieren.“

Und diese schwedische Anti-Fleisch-Studie zeigt (allerdings versteckt im Anhang) noch etwas: Bei einem starken Anstieg des Fleischverzehrs...

Udo Pollmers Mahlzeit
Sendung vom 04.05.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Weil die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln wächst, damit versuchen Produzenten und Politik Schritt zu halten. Das hat teilweise Folgen, die mit Umweltschutz nichts mehr zu tun haben, meint Udo Pollmer. Der Bio-Landbau eilt von Erfolg zu Erfolg, das Angebot so vielseitig wie billig. Bei Fleisch sind viele Kunden besonders empfindlich. Die Nachfrage nach Bio-Schweinefleisch steigt jedes Jahr um 20 Prozent. Doch tatsächlich werden in Deutschland nur 0,5 Prozent der Schweine biologisch erzeugt. Der Preis, den der Erzeuger für sein Bioschwein erhält, ist immerhin zwei- bis dreimal so hoch wie der für konventionelle Tiere. Dazu kommen Zuschüsse beim Stallumbau. Doch das reicht nicht, weil der Aufwand ungleich höher ist, die Produktivität jedoch gering. Biofuttermittel sind teuer: Die Futtererbsen liefert Litauen, das Biosoja kommt aus China und...

=> lesen oder hören Sie weiter auf Deutschlandfunk Kultur Mahlzeit!