Fast-Food-Restaurants & Übergewicht: Kein Zusammenhang! 

Fast-Food-Karte© Dmytro Sukharevskyy / www.fotolia.deWer in der Nähe von Fast-Food-Restaurants lebt und arbeitet, der wird dick, so die Titel zahlreicher Medienberichte1. Basis dieser Zeitgeist-Meldungen war wie so oft eine Beobachtungsstudie2. „Grundsätzlich kann eine Beobachtungsstudie keine Kausalität, also keine Ursache-Wirkungs-Beziehung belegen“, erklärt Ernährungswissenschaftler Uwe Knop, „aber was hier an Daten geboten wird, das taugt nicht einmal als Korrelation, sondern nur für herzhafte Lacher: Umgerechnet drei Pommes am Tag können das Risiko für Fettleibigkeit verdoppeln, so das Fazit der Autoren im renommierten British Medical Journal BMJ.“ Noch Fragen? Sicher nicht … Doch! Für Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.) stellen sich zwei Fragen: ...

Udo Pollmers Mahlzeit
Sendung vom 18.05.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund und reinigend soll Spargel sein. Das zumindest behaupten die Verkäufer. Was sie hingegen verschweigen: Spargel enthält ein natürliches Pestizid, über dessen Wirkungen man wenig weiß, erklärt Udo Pollmer. Im Wonnemonat Mai haben nicht nur die Spargelstände Saison, auch die Märchentanten vom Marketing bieten leichtverdauliche Stories feil über die ungeheuren Heilkräfte der blassen Sprossen. Gewöhnlich handelt es sich um leere Versprechen, außer, dass Spargel diuretisch, also harntreibend wirkt. Schon heißt es, er spüle die Niere, ja er sei ein ideales Detox-Gemüse, gerade so als ob die Nieren leicht verschmutzen und mit einer Stange Spargel gesäubert werden könnten. Dabei ließe sich der Harndrang billiger und trefflicher durch Bier oder Kaffee befördern. Auch ernährungsphysiologisch ist...

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Segen, Propaganda oder Naivität?

von Sandro Christensen und Udo Pollmer, erschienen im EU.L.E.N-SPIEGEL 2-3/2015  S. 33

Goldener ReisEin Schälchen Goldener Reis
Nicht unbedingt nahrhafter,
aber allemal bunter
Foto: International Rice Research Institute (IRRI)
Lizenz: CC BY 2.0
Die Diskussion über den Goldenen Reis findet kein Ende. Von Ingo Potrykus und Peter Beyer mittels Gentechnik entwickelt, hofft man mit dieser Pflanze endlich Armutskrankheiten, insbesondere die Blindheit bei Kindern in Entwicklungsländern, bekämpfen zu können. Was die Befürworter als humanitäres Projekt betrachten, halten Greenpeace & Co für eine Bedrohung, die nur in eine Katastrophe münden kann. Wie hilfreich ist der Goldene Reis wirklich?

„Um vernachlässigbare Risiken zu vermeiden“, spottete der Statistiker Walter Krämer, „gehen die Menschen große Risiken ein“. Beispielhaft nennt er die „große Panik wegen Pestiziden in Babygemüse“, genauer gesagt in Babykostgläschen der Firma Schlecker: „Die Mütter rennen auf den Markt, machen ihr Gemüse selber, nichtwissend, dass in deutschem Marktgemüse eine 200 Mal höhere Schadstoffkonzentration vorliegen darf und auch vorliegt, als im schlimmsten, verseuchten Schlecker-Gemüse gefunden worden ist.“22

Natürlich ist auch das „Risiko“ durch Marktgemüse belanglos, es ist nur rein rechnerisch größer. Der Vorfall ist zwar schon ein paar Jahre her, aber noch immer instruktiv. Risiken lassen sich systembedingt nie völlig aus der Welt schaffen. Und sie erfordern...

Wenn Rohstoffe wie Milch und Butter zu teuer sind, lassen sich Lebensmittel auch aus Abfallprodukten wie Molke herstellen. Beim Bäcker, in Joghurts und in Fertigprodukten essen wir diese Zusatzstoff-Imitate bereits seit vielen Jahren. Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.


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Endlich - der Ozean wird geputzt! Alles kommt weg! Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.



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Brotzeit vom 29. Juni 2019

Der pazifische Müllstrudel zwischen Kalifornien und Hawaii beunruhigt die Menschen in Deutschland. Nun darf die Jugend im Rahmen des Ocean Cleanup-Projektes als Putzkolonne des Meeres den ganzen Mist wieder einsammeln. Eindrucksvolle Videos zeigen reichlich Verpackungsmüll aus Plastik, der von Helfern aus dem Wasser gefischt wird. Nun wecken genau diese Werbespots Skepsis: Denn der Plastikmüll wurde mittlerweile einer genaueren Prüfung unterzogen, um herauszufinden, was da wirklich herumdümpelt und wo es denn herkommt. Ohne diese Kenntnis sind alle Maßnahmen und Verbote nur Schaumschlägerei.

Knapp die Hälfte des ganzen Plastiks...

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