von Jutta Muth und Udo PollmerPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 3-4/2006 S. 19-21

Kaffee mit Herz© Vasca / www.fotolia.deJahrhundertelang und bis zum heutigen Tage wurde der Kaffee verteufelt. Jüngstes Beispiel: Kaffee gilt als Flüssigkeitsraüber. Obwohl früher jeder Volksschüler wusste, dass Kaffee mit Wasser aufgebrüht wird und daher Flüssigkeit liefert, führen heute acht Semester an einer beliebigen Universität zu dem Glauben, Kaffeetrinken verursache Flüssigkeitsverluste. Beweise für solche „Risiken" sind trotz unzähliger Studien unauffindbar. Im Gegenteil: Allmählich verdichten sich die Hinweise, dass Kaffee zu den wenigen Lebensmitteln gehört, die tatsächlich einen Gesundheitsnutzen haben können. Damit dürfen alle, die Kaffee mögen und vertragen, endlich beruhigt zu einem und sogar zu mehreren Tässchen greifen.

„Kaffee schützt vor Diabetes" – eigentlich hat diese Meldung so weitreichende Konsequenzen, dass sie gut in die Abendnachrichten gepasst hätte. Doch Fachwelt wie Fachredaktionen zogen es vor, die erfreuliche Erkenntnis gegenüber der Öffentlichkeit herunterzuspielen oder gar zu verheimlichen. Vermutlich, weil das genannte gesundheitliche Verdienst allenfalls dem Brokkoli zugestanden hätte, aber nie und nimmer einem Genussmittel, das nach bisheriger Meinung durch seinen Koffeingehalt die Glucosetoleranz beeinträchtigt und damit vor allem für Diabetiker tabu sein sollte.
Nun aber ist genau das Gegenteil wahr. Eine Metaanalyse...

Griff in die Mottenkiste: Der SPIEGEL informiert über Vitamine

Kommentar zum SPIEGEL-Artikel: Die Vitamin-Lüge, Ausgabe 3/2012

Vitamin-Pillen© photobank.kiev.ua / www.fotolia.deDer SPIEGEL hat sich eines drängenden Themas angenommen: Der „Vitamin-Lüge". Endlich prangert ein „Qualitätsmedium" das „Milliardengeschäft mit den überflüssigen Pillen" an. Und deckt auf, was jeder Leser eigentlich längst ahnte: Die dazugehörigen Machenschaften der Pharmariesen, ihre Netzwerke und ihren Lobbyismus. Auch die gesundheitlichen Risiken der Pillen und Pülverchen kommen zur Sprache. Auf diesem glitschigen Terrain Aufklärungsarbeit zu leisten, ist durchaus verdienstvoll.

Doch dann werden wieder brav die Empfehlungen von DGE oder WHO gegenübergestellt und hübsche Fotos von Obst und Gemüse eingestellt. Es folgen die üblichen pädagogischen Ratschläge, dass der adulte Zeitungsleser seinen Tagesbedarf an Vitamin E mit 90 Gramm Pflanzenmargarine und an B6 mit täglich 220 Gramm Vollkornreis (wobei natürlich offenbleibt, ob sich die Menge auf eine gekochte oder rohe Portion bezieht) und natürlich viel Grünkohl decken kann. Ganz davon abgesehen, dass ...

 PDF-downloadNicht nur Rinder und Schweine sind nachweislich vom chronischen Botulismus betroffen, einer schleichenden „Vergiftung“ mit dem Toxin von Clostridium botulinum, wie u.a. von der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) im münsterländischen Horstmar-Leer vom Gründer und Leiter der Akademie, Fachtierarzt und Diplomagraringenieur Ernst-Günther Hellwig, veröffentlicht wurde.

Hund und Katze© jagodka / www.fotolia.deJetzt scheint auch der Nachweis bei Hunden und Katzen dieser unheimlichen Erkrankung vollzogen zu sein. Und damit müssen die Forderungen des hohen Forschungsbedarfs, die die GÖTTINGER ERKLÄRUNG der AVA fordert, noch deutlicher herausgestellt werden. Seit ca. zwei Jahren diagnostiziert die engagierte Tierärztin für Heimtiere, Dr. Christina Heigl aus Kolbermoor (Bayern), ein neues Krankheitsgeschehen bei Hunden und Katzen in Europa. Ohne Behandlung endet diese Erkrankung fast immer tödlich. Selbst auch Besitzer erkranken an dieser unheimlichen Infektion. ....

Was bedeuted eine Dioxin-Grenzwertüberschreitung in Lebensmitteln? Welche Lebensmittel sind verseucht? Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.


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von Jutta MuthPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 3-4/2006 S. 40

Endlich ist es so weit: Das im englischen Fernsehen erfolgreiche Format „You are what you eat!" kommt als „Du bist, was Du isst" ins deutsche TV-Programm. Mit der Doku-Soap möchte RTL an die Quote der Erziehungsserie „Die Super-Nanny" anknüpfen, von der es inzwischen auch eine „Tier-Nanny" gibt. In der ersten Folge besucht die Diät-Nanny Kirstin Ellert,

Klistier© PeJo / www.fotolia.deihres Zeichens Ökotrophologin, eine junge Frau in deren Küche. Sie inspiziert den Kühlschrank und die Speisekammer der Abnehmwilligen, dann räumt sie alles aus, was nicht „wertvoll" ist. Originalton Ellert: Das, was du da isst, ist „richtig viel, zu gut deutsch‚ Scheiße'". Schließlich werden die üblicherweise von der Kandidatin verzehrten Lebensmittel auf einem Tisch aufgebaut, damit sie und die Zuschauer den großen Haufen „Scheiße" angewidert bestaunen können.

Innere Werte

Als nächstes kommt die mollige Körperform der 19-Jährigen aufs Tapet. Damit sich die Zuschauer an ihren Speckröllchen ergötzen können, wird sie in hautenger Kleidung von allen Seiten dem öffentlichen Geschmack preisgegeben. Nun geht es ans Eingemachte: Die Expertin durchleuchtet die inneren Ernährungswerte der Dame, indem sie ihr Kärtchen mit Fäkalabbildungen präsentiert. Dabei handelt es sich nicht um einen Bestimmungskurs für Studenten der Forstwirtschaft, die lernen sollen, ob hier Spitzmaus oder Elch gekötelt haben. Nein, die junge Frau soll...