von Peter PorzPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 2/2010 S. 1-2

Zwerg© EU.L.E.Welche Krankenschwester, welcher Medizinstudent war im Laufe der Ausbildung nicht überzeugt, an einer heimtückischen Krankheit zu leiden? Alle frisch gelernten Symptome ließen sich zweifelsfrei am eigenen Leibe erkennen. Ich fürchtete damals auf Grund meiner zahlreichen Leberflecke das Ende meines Studiums nicht mehr zu erleben; der vermeintlich drohende schwarze Hautkrebs raubte mir die innere Ruhe.

Gefahr für Leib und Leben

Glücklicherweise endet diese Phase spätestens beim Eintritt ins Berufsleben. Die Zahl der Symptome und der möglichen Krankheiten überfordern irgendwann sogar die Vorstellungskraft eines gestandenen Hypochonders. Gelassenheit macht sich breit. Wenn der Bauch mal kullert oder es in der Brust zwickt, leidet man nicht gleich unter Darmkrebs oder Lungenkarzinom. Als ich ein Bub war, wurden solche Befindlichkeitsstörungen noch erfolgreich mit einer warmen Bettdecke, Kamillentee und einer Gute-Nacht-Geschichte behoben.

Heute setzt die Gesundheits-Branche auf...

TV

in: "Vegetarisch Grillen: Tofuwürstchen auf dem Prüfstand"

zu sehen auf der => RTL Webseite

Dicke Mütter, dicke Kinder, fette Fehler &
Aggressive PR contra softe Drinks

Cola© Dmytro Sukharevskyy / www.fotolia.deMünchen, 26.09.2013 - Der August war in Sachen „Ernährungsunsinn des Monats“ doppelt ergiebig: „Kinder dicker Mütter sterben früher“1 und „Softdrinks machen Kinder aggressiv“2 haben zwei Studien ergeben. „Diese epidemiologischen Untersuchungen sind wieder ein Paradebeispiel für unaufrichtige Ernährungspropaganda: Die schwachbrüstigen Ergebnisse werden schon in den Presse-Meldungen der Journals so umgedeutet, dass viele Medien zu falschen Schlagzeilen verleitet werden“, erklärt Udo Pollmer, Wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.).
Oft genug ergeben Ernährungsstudien das Gegenteil von dem, was in der Pressemeldung suggeriert wird. Wichtige Daten werden verschleiert oder manipuliert, unerwünschte Ergebnisse einfach ins Gegenteil verdreht.
Bei beiden Untersuchungen gilt wie (fast) immer in der Ernährungswissenschaft: Die Studien haben Behauptungen geliefert, aber keinerlei wissenschaftlich relevanten Ergebnisse. Fakt ist: Kohorten- und Querschnittsstudien...

Etikettenschwindel bei Lebensmitteln
Sendung vom 16.02.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Die Lebensmittelwirtschaft wird gern als unaufrichtig, als eine Clique von Etikettenschwindlern wahrgenommen, die es nur darauf abgesehen hat, dem Kunden die wahre Beschaffenheit ihrer Produkte zu verschleiern. Motto: vorne hui – hinten pfui. Nun ist dieser schlechte Ruf sicher nicht die alleinige Schuld der Medien, die immer wieder versuchen, den Unternehmen in die Suppe zu spucken. Sie haben auch selbst viel für diesen schlechten Ruf getan. Man denke nur an die zahllosen Tricks bei der Deklaration. Meist aufgrund von juristischen Lücken, die die Handschrift der Lobby tragen. Klassisches Beispiel ist der Zusatz von Hefeextrakt, um über diesen Umweg Geschmacksverstärker wie Glutamat ins Produkt zu schmuggeln. Auf dem Etikett prangt dann der Schriftzug "ohne Zusatzstoff Glutamat". Die Ausrede der Heuchler: "Hefeextrakt" – auch...

=> lesen oder hören Sie weiter auf Deutschlandfunk Kultur Mahlzeit!

Oder: unterschiedliche Schlüsse aus der selben Studie

Diese will herausgefunden haben, dass Schokolade schlank macht und somit unbedenklich ist. Von anderer Seite wird jedoch vor Suchtgefahren durch Schokoladenverzehr gewarnt. Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.


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