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in: "Vegetarisch Grillen: Tofuwürstchen auf dem Prüfstand"

zu sehen auf der => RTL Webseite

Dicke Mütter, dicke Kinder, fette Fehler &
Aggressive PR contra softe Drinks

Cola© Dmytro Sukharevskyy / www.fotolia.deMünchen, 26.09.2013 - Der August war in Sachen „Ernährungsunsinn des Monats“ doppelt ergiebig: „Kinder dicker Mütter sterben früher“1 und „Softdrinks machen Kinder aggressiv“2 haben zwei Studien ergeben. „Diese epidemiologischen Untersuchungen sind wieder ein Paradebeispiel für unaufrichtige Ernährungspropaganda: Die schwachbrüstigen Ergebnisse werden schon in den Presse-Meldungen der Journals so umgedeutet, dass viele Medien zu falschen Schlagzeilen verleitet werden“, erklärt Udo Pollmer, Wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.).
Oft genug ergeben Ernährungsstudien das Gegenteil von dem, was in der Pressemeldung suggeriert wird. Wichtige Daten werden verschleiert oder manipuliert, unerwünschte Ergebnisse einfach ins Gegenteil verdreht.
Bei beiden Untersuchungen gilt wie (fast) immer in der Ernährungswissenschaft: Die Studien haben Behauptungen geliefert, aber keinerlei wissenschaftlich relevanten Ergebnisse. Fakt ist: Kohorten- und Querschnittsstudien...

Etikettenschwindel bei Lebensmitteln
Sendung vom 16.02.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Die Lebensmittelwirtschaft wird gern als unaufrichtig, als eine Clique von Etikettenschwindlern wahrgenommen, die es nur darauf abgesehen hat, dem Kunden die wahre Beschaffenheit ihrer Produkte zu verschleiern. Motto: vorne hui – hinten pfui. Nun ist dieser schlechte Ruf sicher nicht die alleinige Schuld der Medien, die immer wieder versuchen, den Unternehmen in die Suppe zu spucken. Sie haben auch selbst viel für diesen schlechten Ruf getan. Man denke nur an die zahllosen Tricks bei der Deklaration. Meist aufgrund von juristischen Lücken, die die Handschrift der Lobby tragen. Klassisches Beispiel ist der Zusatz von Hefeextrakt, um über diesen Umweg Geschmacksverstärker wie Glutamat ins Produkt zu schmuggeln. Auf dem Etikett prangt dann der Schriftzug "ohne Zusatzstoff Glutamat". Die Ausrede der Heuchler: "Hefeextrakt" – auch...

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Wenn eine Zeitung ihren unfolgsamen Lesern die Pest an den Hals wünscht. Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.



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Brotzeit vom 01. Juni 2019

Die TAZ weiß, was ihre LeserInnen wünschen: Ein gesundes Weltklima. Wenn es sein muss, gern auch ein zeckengemachtes: „Aus dem Südosten der USA naht Rettung: Die Lone-Star-Zecke (Amblyomma americanum) übernimmt kurzerhand die Überzeugungsarbeit und macht mit einem Biss den Menschen zum Vegetarier. Denn im Speichel des kleinen Klimaretters ist ein Zuckermolekül …, das auch in rotem Fleisch vorkommt.“ Die Folge: eine Fleischallergie. „So leistet eine kleine Zecke ihren bescheidenen Anteil zur Rettung der Welt.“

Bei uns gibt es die genannte Zecke...

Den vollständigen Text einschließlich der Quellenangaben finden Sie im exclusiven Mitgliederbereich. Dort ist auch das Archiv der Beiträge von "Mahlzeit" und "Brotzeit" verfügbar.

 

Die Mast von Ebern untergräbt das Vertrauen in die Fleischproduktion

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Die Ebermast hat das Zeug zu einer neuen Marketingkatastrophe, vergleichbar der BSE Krise beim Rindfleisch. Ursache sind die beachtlichen Mengen des Sexualhormons und Dopingmittels Nandrolon im Eber. Bereits eine Portion Leberpastete vom Eber kann genügen, um den Dopinggrenzwert des IOC um das 10fache zu überschreiten. Der rigorose Grenzwert folgt aus der hohen physiologischen Potenz des Hormons. Lösungen sind vorhanden, erfordern aber eine offene und verbraucherorientierte Kommunikation seitens der Branche.

von Manfred Stein und Udo Pollmer , erschienen in Fleischwirtschaft 3/2014 S. 10-12 

FerkelKomm mir bloß nicht zu nahe!
Foto: Dickelbers
Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Ebermast bietet nicht nur wirtschaftliche Vorteile wie schnelleres Wachstum, bessere Futterverwertung und höheren Magerfleischanteil. Sie verzichtet zudem auf die chirurgische Kastration junger Ferkel, die in der Öffentlichkeit auf massive Kritik stößt. Allerdings sind damit neue Probleme verbunden: Neben dem potentiellen Fehlgeruch der Schlachtkörper durch Androstenon und Skatol stört vor allem der exorbitant hohe Gehalt an Nandrolon (19-Nortestosteron). Letzterer übersteigt die endogene Bildung in anderen Tierarten wie Rindern, Schafen oder Pferden bei weitem. (SCARTH et al., 2009)

Nandrolon entsteht natürlich aus Testosteron, welches wiederum zum größten Teil unter dem Einfluss des LH (Luteinisierendes Hormon) in den Leydig’schen Zwischenzellen im Hoden produziert wird. Nandrolon hat ein 20fach höheres anaboles Potential als Testosteron. (METZ, 2003) Deshalb ist es als illegaler „Kraftmacher“ bei Bodybuildern sowie im Pferdesport als illegaler Leistungssteigerer beliebt (UNGEMACH und NÜRNBERGER, 1999; World Anti Doping Agency, 2012). Manchmal werden Depotpräparate injiziert, manchmal wird das Anabolikum per Nahrungsergänzung auch oral zugeführt (MARTELLO et al., 2007). Seit 1976 steht Nandrolon auf der Verbotsliste des Internationalen Olympischen Komitees. Der Grenzwert liegt bei 2 ng/g im Urin...