Beobachtung von „Ernährungsmustern“ statt Lebensmitteln bringt noch mehr Unklarheit!

Beobachter© tacna / www.fotolia.deEnde 2013 gab das Deutsche Institut für Ernährungsforschung DIfE bekannt: „Wer wenig Softdrinks, Fleischprodukte und Weißbrot konsumiert, hat ein geringeres Diabetesrisiko.“1 Diese Erkenntnis resultiert auf der Beobachtung von Ernährungsmustern, d.h. man kombinierte bestimmte Lebensmittel zu Gruppen. „Einzelne Nährstoffe und Lebensmittel zu beobachten, das hat sich als Irrweg gezeigt, der außer Verwirrung nichts brachte und den generellen Nutzen der Ernährungsforschung in Frage stellte. Nun verstecken sich die Ernährungsbeobachter hinter willkürlich kombinierten Ernährungsmustern, die statt Antworten noch mehr Unklarheit bringen“, erklärt Udo Pollmer, Wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.), „denn mit einer Gruppe von...

Es ist eine Streitschrift gegen eine vegane oder vegetarische Ernährungsweise, die der Wissenschaftler Udo Pollmer mit seinem Buch „Don't go Veggie“ verfasst hat. Elf seiner 75 Argumente gegen „den vegetarischen Wahn“ stellt die => Berliner Zeitung hier ausführlich vor.

Hintergrundbericht zum Ernährungsunsinn des Monats Februar 2015: Frühstück ist gesund für Kinderherzen

von Nikolaus Ott und Udo Pollmer

Spiegelei© Robert Neumann / www.fotolia.de

Die Angst vorm Cholesterin geht um, nicht nur Erwachsene, nun sollen sich auch Kinder vor Cholesterin fürchten, ein körpereigener Stoff, der angeblich Arteriosklerose und Herzinfarkt und damit den „vorzeitigen“ Tod herbeiführen würde. In den USA werden bereits die Blutfettwerte von Schulkindern gemessen und schon die Kleinsten vor dem Verzehr cholesterinhaltiger Lebensmittel gewarnt. Limo- und Wasserflaschen tragen den werblichen Aufdruck „no cholesterol“. Wer es wagt Vollmilch, Eier oder Bacon zu kaufen, muss sich an der Supermarktkasse schief anschauen lassen.

Diese Zustände jenseits des großen Teichs drohen uns zukünftig auch hier in Deutschland. Welche absurden Blüten die Angst vor dem Cholesteringespenst treibt, lässt beispielhaft die Studie „No breakfast at home: association to cardiovascular disease risk factors in childhood“ erkennen, an der auch deutsche Experten mitwirken durften. Darin behaupten die Autoren allen Ernstes, der Ort des Frühstückens hätte etwas mit dem Risiko...

Zweifelhafte Studien
Sendung vom 09.03.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Zwei sensationelle Studien lassen aufhorchen. Unisono berichten unsere Medien, Fast Food schädige das Immunsystem. Es rufe Entzündungen wie bei einem schweren Infekt hervor, die schließlich zu Herzinfarkt und Diabetes führen. Zu allem Überfluss verursache Fertigkost Krebs. Das muss auf den Prüfstand! Die erste Studie wurde mit Mäusen durchgeführt. Die armen Tiere litten durch ihr ungesundes Futter an schweren Entzündungen, die selbst nach Absetzen der brisanten Kost nicht abklingen wollten. Nach Angaben der Forscher ein klarer Beleg dafür, dass Fast Food für die Entstehung einschlägiger Zivilisationskrankheiten verantwortlich sei. Das ist heftig - und vor allem überraschend. Denn mit Speck fängt man Mäuse! Die kleinen Nager lieben Fast Food wie Brötchen, Buletten, Käse und Pommes über alles. Würden die vernichtenden Ergebnisse der...

=> lesen oder hören Sie weiter auf Deutschlandfunk Kultur Mahlzeit!

Skalpell-Effekt ausgeglichenPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 4/2002 S. 23

Wird man seine überflüssigen Pfunde weder durch Diäten noch durch sportliche Betätigung los, so empfehlen Experten schnell und gerne eine Lipektomie. Das chirurgische Fettentfernen erfreut sich steigender Beliebtheit. Doch auch diese Methode dürfte nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt sein.

Lipektomie© Franz Pfluegl / www.fotolia.deWissenschaftler der vorliegenden Studie werteten solche Tierversuche aus, mit denen die Regulierung des Körperfettgehalts untersucht wurde. Das ernüchternde Ergebnis: Ob Hamster, Eichhörnchen, Kaninchen oder Mäuse - alle untersuchten Tierarten waren in relativ kurzer Zeit dazu in der Lage, chirurgisch entferntes Körperfett zu ersetzen. Stets lagerten sie neues Fett ein, meist jedoch an anderen Körpersteilen. Als bemerkenswert stellte sich zudem heraus, dass die Tiere dabei keine zusätzliche Nahrung aufnehmen mussten. ...