von Manfred SteinPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 2/2007 S. 1-2

Die Deutschen lieben ihre Tiere. Ein Heer von Züchtern und international agierenden Importeuren bedienen teils legal, teils illegal die wachsende Nachfrage. Mittlerweile bevölkern 7,8 Millionen Katzen, 5,3 Millionen Hunde und 6,3 Millionen Kaninchen, Mäuse, Meerschweinchen usw. deutsche Haushalte. Hinzu kommen 3,8 Millionen Ziervögel, 1,95 Millionen Aquarien mit Fischen sowie 420 000 Terrarien, in denen sich Reptilien und Amphibien tummeln.

Katzenkuss© soupstock / www.fotolia.deDaneben sorgen 1,4 Millionen Gartenteiche und eine unendliche Zahl von Vogelfutterhäuschen bzw. -tränken für einen intensiven Kontakt zur Kreatur. Nicht zuletzt gibt es den Trend, Tiere aus der Landwirtschaft – wie Hühner, Enten, Ziegen, Schafe und (Mini-)Schweine – im Garten zu halten, ohne ihre spezifischen Bedürfnisse zu kennen. Betreut werden sie meist von Kleintierpraktikern, die mit Geflügel-, Schweine- und Ziegenerkrankungen nicht vertraut sind.

Wenn Katzen kratzen

Tiere erfreuen den Menschen – und infizieren ihn, wobei die Angelegenheit wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Nach groben...

von Klaus AlfsPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 1/2011 S. 1-2

Heute schon Angst gehabt? Nein? Dann wird es aber höchste Zeit. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hat den Wert von Angstkampagnen zur allgemeinen Volksertüchtigung schon vor Jahren erkannt. Seither umschwirren uns Risikofaktoren wie die Dementoren den Harry Potter – und trachten nach unserem sorglosen Leben. Jetzt ist Schluss mit lustig!

Ernaehrungsberaterin© Meddy Popcorn / www.fotolia.deErstaunlich, was heutzutage alles „Aufklärung" genannt wird! Voltaire? Kant? Darwin? Pustekuchen. Aufklärung im Sinne einer Bundeszentrale heißt „Social Marketing". Dem Konzept liegt laut Eigenwerbung der Forscher die Frage zugrunde: „Warum kann man Brüderlichkeit nicht ebenso verkaufen, wie man Seife verkauft?" Erklären Sie professionellen Seifensiedern mal, dass käufliche Brüderlichkeit einen Hautgout hat und...

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 5-6/2010 S. 38PDF-download

Die Zahl der potentiell giftigen sekundären Pflanzenstoffe wie Alkaloide, Glucosinolate, Terpene, Saponine und Flavonoide geht in die Hunderttausende. In der Tierernährung werden sie seit jeher kritisch gesehen, schließlich soll das Nutzvieh ja gedeihen, um Fleisch, Milch oder Eier zu liefern. Dennoch kommen die Tiere mit diesen Substanzen meist besser zurecht als wir Menschen. Dabei beschreiten sie verschiedene Wege, um sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe zu entgiften:

Mutterkuh mit Kalb© Gerhard Seybert / www.fotolia.deMikrobenmast im Magen

Am besten mit dieser Abwehrstoffarmada kommen polygastrische Tiere zurecht, also Wiederkäuer wie Rind oder Schaf. Sie beherbergen in ihrem Verdauungstrakt riesige Mengen symbiontische Mikroorganismen. Diese schließen nicht nur die Fasern der Futterpflanzen auf, sie entgiften zugleich auch fast alle darin enthaltenen Toxine. Allerdings müssen die Symbionten schon daran angepasst sein. Vergiftungen werden meist durch neues Futter oder Neophyten verursacht.

Ein Beispiel ist die aus Mexiko u.a. nach Afrika eingeschleppte Weißkopfmimose (Leucanea leucocephala). Dort wird sie seit jeher problemlos vertragen. Verabreicht man afrikanischen Rindern und Schafen Pansensaft von mexikanischem Vieh, überträgt sich damit auch die Verdaulichkeit. Innerhalb einer Herde werden die neuen Symbionten durch Belecken oder per Faeces weitergegeben. Um neue Futterpflanzen, namentlich eiweißhaltige, nutzen zu können, soll dieser Weg künftig gezielt eingeschlagen werden. Da Wiederkäuer beim Entgiften...

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 5-6/2010 S.37PDF-download

Ein fränkischer Tierarzt sieht in Sachen Tierhaltung für die Zukunft schwarz. Grund sind die Biogasanlagen: „Mit höchstem Aufwand an Energie und Material wird „Bioenergie“ erzeugt, die bei genauer Betrachtung ... schon bei der Produktion verbraucht wurde. ... Dank der Subventionen, die wir alle über den Strompreis zahlen, kann dieses gigantische 

Biogasanlage© Achim Banck / www.fotolia.deenergetische Nullsummenspiel auf Kosten der Steuerzahler, der Umwelt, uns Tierärzten und auch der Landwirtschaft gedeihen.“ Da die Pachtpreise durch das subventionierte Biogas immer weiter steigen - mittlerweile würden bereits bis zu 1.000 Euro pro Hektar geboten -, kann bald „kein mit Tieren wirtschaftender Betrieb mithalten.“

„Die verbleibenden Zukunftsbetriebe, vor allem die Milcherzeuger, sind gezwungen mitzumachen und ruinös hohe Preise zu bezahlen. ... Betriebsleiter, die vor der Wahl stehen, einen Stall oder eine Biogasanlage zu bauen, werden von den Beratern und den Banken ganz schnell zur Biogasanlage bekehrt. ... Dass diese Investitionen meist zu 100% fremdfinanziert werden, stört niemanden, am wenigsten die Banken.“ Die Verlierer seien die bäuerliche Landwirtschaft, die bewährte Lebensmittelerzeugung und nicht zuletzt die Umwelt. Fürs Biogas würden die Böden „mit Gärresten überdüngt und durch Maismonokultur ausgelaugt“.

Fazit: Je mehr Strom vom Acker, desto schneller geht das Licht aus.

Kern M: Biogasanlagen auf dem Vormarsch. Bpt Mitteilungsblatt 2011; 39 (1) 13-14

von Andrea Fock, Wolf Lengwenus, Jutta Muth und Udo PollmerPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 3-4/2010 S. 3

Skorpionspiess© gianliguori / www.fotolia.deEtwa 80 Prozent der Weltbevölkerung packen sich regelmäßig Krabbeltiere auf den Teller und verspeisen sie gewöhnlich mit Appetit. Was aber verleitet Menschen dazu, Ameisen, Spinnen oder gar Mücken zu goutieren? Schließlich ist es ziemlich mühsam, dem Kleinvieh nachzustellen. Es dauert, bis man die notwendige Anzahl von Mücken zur Strecke gebracht hat, um eine Großfamilie bei Kräften zu halten. Aber die Antwort ist simpel: Insekten wecken vor allem dann den Jagdtrieb, wenn sie mehr Kalorien bringen als Großwild.

In Afrika gibt's nicht nur...