von Jutta MuthPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 3-4/2007 S. 3-4

Loewe© PeterBetts / www.fotolia.deAusgehend von der alten Diskussion, ob der Mensch ein Pflanzen-, Fleisch- oder Allesfresser ist, begannen Ernährungsexperten jedweder Couleur, die Verdauungssysteme ausgewählter Tierarten zu vergleichen.
Dabei entstanden populäre Modelle, die auf den ersten Blick überzeugend wirken, sich aber allein durch Gegenüberstellung ad absurdum führen. So gelang es durch die geschickte Auswahl passender Kriterien, den Menschen den Fleischfressern zuzurechnen (siehe Tabelle „Fleischfresser-These").
Allerdings ist der Vergleich mit dem Schaf ebenso wenig sinnvoll wie der mit dem Hund. Er belegt nur, dass der Mensch nicht auf cellulosereiches Grünfutter spezialisiert ist. Um dieses zu verwerten, benötigt das Schaf einen kräftigen Kiefer zum intensiven Kauen, große Magen- bzw. Darmkapazitäten und reichlich Fermentationsbakterien.
 
  Fleischfresser-These:        
             
     Mensch   Hund   Schaf

Zähne    Höckrige Backenzähne    Höckrige Backenzähne    Flache Backenzähne

Kiefer   Kauen unwichtig   Kauen unwichtig   intensives Kauen

Magen  
Kapazität ca. zwei Liter; Bakterien nicht vorhanden; keine Celluloseverdauung
 
Kapazität ca. zwei Liter; Bakterien nicht vorhanden; keine Celluloseverdauung
 
Kapazität ca. 32 Liter; Bakterien vorhanden; Celluloseverdauung zu 70 Prozent 

Darm  
Größenverhältnis
Körper : Darm =1:5; Fäulnisbakterien 
 
Größenverhältnis
Körper : Darm =1:6; Fäulnisbakterien 
 
Größenverhältnis
Körper : Darm = 1:27; Fermentationsbakterien 

 

Vom Raubtier zum Rindvieh

Natürlich haben es sich auch die Vegetarier nicht nehmen lassen,...

von Jutta MuthPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 1/2010 S. 24 

Im EU.L.E.N-SPIEGEL 2-3/2008 zum Thema Nanotechnologie hatten wir die Vision vorgestellt, Gebrauchsgegenstände in einem 3-D-Drucker, einem sogenannten Fabber herzustellen. Diese Idee wurde nun für Verköstigungszwecke weitergesponnen:

SchlaraffenlandSchlaraffenland
Gemälde von Pieter Bruegel der Ältere
Studenten des Massachusetts Institute of Technology haben einen Fabber namens Cornucopia entworfen. (Der Name leitet sich vom lateinischen Füllhorn - Cornu copiae  - ab, dem Schlaraffenland der Antike.) Statt Toner oder Kunststoffpartikeln enthält der Küchenfabber Lebensmittelzutaten. Sie werden im Druckkopf gemischt und Lage für Lage „ausgedruckt". Die Anlage kann heizen oder kühlen, je nachdem ob es Suppe oder ein gemischtes Eis geben soll. Geht eine der Zutaten zur Neige, ...