Gepanscht nach allen Regeln der KunstPDF-download
aus EU.L.E.N-SPIEGEL 7/1996 S. 2

Das Panschen von Olivenöl ist eine Kunst, die sich nicht erst seit heute großer Beliebtheit erfreut.

Olivenoel© hiphoto39 / www.fotolia.deDie Zeiten der plumpen und leicht erkennbaren Olivenölfälschungen sind vorbei. Gewöhnlich studieren die Panscher die Analysenmethoden der Überwachung, damit die Verfälschungen nicht "sichtbar" sind. Konrad Grob und Ernst Romann von der Züricher Lebensmittelüberwachung verweisen darauf, daß sich aufgrund des hohen Preises von Olivenöl bereits ein Fremdölzusatz von wenigen Prozenten lohnt. So ist durch Neuzüchtung ein spezielles Sonnenblumenöl verfügbar, das in der Zusammensetzung seiner Fettsäuren dem Olivenöl entspricht. Um die Fahnder hinters Licht zu führen, ...

„Mittelmeer-Diät" schützt vor rein gar nichts! 

Olivenoel© hiphoto39 / www.fotolia.deAnfang 2014 rauschten die Schlagzeilen zur präventiven Wirkung der Mittelmeerküche durch den Blätterwald: „Mittelmeer-Diät schützt vor Gefäßkrankheiten" oder „Mediterrane Diät verhindert Diabetes" 1, 2. Dabei wurden Risikosenkungen von 30% 3 über 40% 2 bis hin zu 50% 4 bejubelt.

„Diese Studie zeigt den 'Klassiker´ unter den Blendern der Ernährungsforschung - denn in den Lobeshymnen kolportierten viele Medien die schlagzeilenträchtige, aber irreführende relative Wahrscheinlichkeit" erklärt Udo Pollmer, Wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.), „die tatsächliche, also absolute Verminderung des Risikos liegt nach Studienangaben bei irrelevanten 0,68% bis 1,88%, die sich statistisch kaum absichern lassen.
Sollten diese Daten tatsächlich stimmen, dann ist die Mittelmeer-Diät damit erledigt", so Pollmer. Doch das ist noch nicht alles, denn bei dieser Studie tappten die Forscher in eine wahre Phalanx an Fettnäpfchen. Derzeit gilt die spanische PREDIMED-Studie als kleines Forschungsjuwel, denn sie ist eine der ganz wenigen Interventionsstudien. Im Gegensatz zu den gängigen Beobachtungsstudien, die bekanntermaßen keine Beweise für Ursache-Wirkungs-Beziehungen liefern, könnte diese RCT (randomised clinical trial) ernsthafte Hinweise auf einen...

Experte Udo Pollmer bekommt wegen dieser Aussage MorddrohungenPDF download

Veggie ist trendy! Fast alle Restaurants bieten vegetarische Gerichte an. Kochbücher mit fleischfreien oder veganen Rezepten füllen die Regale - und diese Woche wurde der Welt-Vegetariertag gefeiert. Doch stimmt alles, was Vegetarier und Veganer oft mit häufig missionarischem Eifer behaupten?

Soja ist gesünder als Rindfleisch? Udo Pollmer zum Sonntag-EXPRESS: "In den Produkten aus Soja-Eiweiß, das von Veganern als ein Stück Lebenskraft vergöttert wird, sind weit mehr Hormone als in tierischen Lebensmitteln. Es gibt Kinder mit erheblichen Wachstumsstörungen, die von veganen Müttern...

lesen Sie => hier im PDF "Esst Fleisch - Veggie ist Lüge" weiter

ein Artikel von Udo Pollmer in der österreichischen Zeitschrift "Die Ernährung"PDF download

Schweine auf dem Rasen© countrypixel / www.fotolia.de

Unsere Lebensmittelwirtschaft versteht sich immer weniger als zuverlässiger Ernährer der Bürger, sondern als Wunscherfüller von Sehnsüchten. Sie verkauft Etiketten mit einer heilen Märchenwelt. Oft auch einer Welt des Wahns. So findet sich ein breites Angebot von Speisen, die helfen sollen, abzunehmen. Also Nahrung, die im Körper eine Hungersnot auslösen soll, damit dieser zur Selbstverdauung schreitet. Schon wird der Mensch weniger – und glaubt durch Masseverlust wieder jünger und attraktiver zu wirken. Da ist selbst der Verkauf von Zehnerkarten für eine imaginäre Altweibermühle seriöser. Willkommen in „Felix Absurdistan“. Lasst alle Hoffnung fahren, so ihr einkaufen geht. Dann betretet Ihr einen Zauberwald, dann kuscheln die Ferkel auf Stroh, plüschige Bärenmarkenbären tapsen über saftige Almen und entlocken Alpeneutern frische Alpensahne, und fesche Ökobauern präsentieren stolz ihre...

Kochtrend
Sendung vom 15.03.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Wenn Hamburger aus Mehlwürmern als Nahrung der Zukunft offeriert werden, vermisse ich die bewährte Mahnung, man solle bloß nichts essen, was Großmutter nicht als solches erkannt hätte. Diese populäre These verdanken wir dem Autor Michael Pollan, der nach einer griffigen Antwort auf die überbordenden Belehrungen der Ernährungsberatung suchte. Aktuell soll diese "grundlegende Regel" vor allem vor industriell verarbeiteter, sprich "unnatürlicher" Speise voll chemischer Zusätze warnen. Was waren das früher noch für Zeiten als Großmutter mit Schürze und Kochlöffel durch ihren Garten streifte, und achtsam die bunten Schmetterlinge des Feldes verwies, bevor sie ihr Gemüse pflückte. Auf einem Holzbrett schnippelte sie die taufrische, bunte Ernte und garnierte sie auf großen Rohkosttellern mit einem leckeren Joghurt-Dressing voll duftender Kräuter. So...

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