Induktionskochen
Sendung vom 27.01.2017

Radio

Von Udo Pollmer

Ein Gutachten des schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit lässt aufhorchen: Gegenstand ist eine küchentechnische Neuerung, über die es nur verdammt wenig solide Daten gibt: der Induktionskochherd. Es geht nicht darum, von Amts wegen eine neue Sau durch die Bergdörfer zu treiben, nachdem sich die Angst vor den Mikrowellenherden gelegt hat; die Gutachter wollten bei diesem nebulösen Thema endlich Klarheit. Wir dürfen nicht vergessen: Bei den Mikrowellenherden gab es anfangs auch Probleme, weil man sie während des Betriebes öffnen konnte. Damals kam es vor, dass Köche daran erblindeten. Inzwischen sind die Geräte so konstruiert, dass wirklich nichts mehr passieren kann. Doch neue Techniken bergen neue Risiken. Induktionsherde sind Herde, bei denen die Töpfe und Pfannen nicht durch eine heiße Platte, sondern...

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Empörung über Vorstoß des Agrarministers
Sendung vom 20.01.2017

Radio

Von Udo Pollmer

Agrarminister Christian Schmidt hat den Verbraucherschutz entdeckt. Er fordert, Fleischimitate sollten nicht mehr als "vegetarisches Fleisch" oder "vegane Currywurst" gekennzeichnet werden. So wie auch Margarine nicht Rapsbutter heißt. Korrekte und unverwechselbare Bezeichnungen sind ein Pfeiler des Verbraucherschutzes. Naturgemäß versuchen die Hersteller dieses Prinzip auszuhöhlen, man denke nur an den Begriff "Nektar" für ein minderwertiges Saftimitat. Als die Absichten des Ministers bekannt wurden, erhob sich lautstarker Protest. "Das ist dreist", schimpfte "Spiegel Online". Die Organisation Slow Food, die sich einst für den Erhalt der Esskultur stark gemacht hatte, schlägt in die gleiche Kerbe und empfand die "Empörung", den "Hohn und Spott" als durchaus angebracht. Schließlich wolle der Minister die "Ersatzprodukte mit einer...

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Palmensterben
Sendung vom 13.01.2017

Radio

Von Udo Pollmer

Palmenstrände – Urlaub, Sonne und Entspannung, Ziel unserer Sehnsüchte an düsteren Wintertagen. Für die Menschen in den Tropen sind Palmen ein Zeichen von Wohlstand. Kokospalmen liefern mehr als nur Nahrung, den Einheimischen geben sie Brennstoff und Baumaterial. In Nordafrika bilden die Dattelpalmen die Grundlage der Oasenwirtschaft. Palmöl aus Asien wiederum ist weltweit das wichtigste Öl – bedeutsamer noch als Soja. Doch viele Palmen, namentlich jene, die vom Menschen in großer Zahl kultiviert wurden, sind von Seuchen bedroht. Warum sollte es den Palmen anders ergehen, als anderen Nutzpflanzen? Während aber im Getreidebau – trotz Monokulturen – über Jahrzehnte keine globalen Missernten und Teuerungen zu beklagen sind – ist die Lage bei den Palmen besorgniserregend. Naturgemäß stellen sie die...

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Religion und Brauchtum
Sendung vom 06.01.2017

Radio

Von Udo Pollmer

Wenn nach der Wintersonnenwende die Tage wieder länger werden, beginnen die sogenannten Rauhnächte. Die letzte ist heute am 6. Januar. Damit endet die spukhafte Zeit zwischen den Jahren. Oft hießen die Rauhnächte auch Rauchnächte, weil man – bevor das neue Jahr begann – die bösen Geister in Haus und Stall ausräucherte. Das Heulen der Winterstürme wurde als Zeichen dämonischer Kräfte gewertet. Man glaubte, die Wilde Jagd aus verlorenen Seelen sause durch die Lüfte, angeführt von der Dämonin Frau Perchta, auch Frau Precht genannt. Die Perchtenumzüge im Süden Deutschlands, bei denen junge Burschen mit wüsten Hexenmasken durch die Dörfer ziehen, erinnern folkloristisch an die einst so gefürchtete Geisterschar. Im Volksglauben half dagegen vor allem Radau, Lärmbelästigung können die bösen Geister gar nicht leiden. Die...

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Britische Veganer sind entsetzt
Sendung vom 30.12.2016

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Von Udo Pollmer

Die süßen Glücksschweinchen mit dem goldigen Glückspfennig in der Schnauze finden zum Jahreswechsel wieder viel Zuspruch. Doch wie kommt das Geld zum Schwein – sonst will ja auch niemand Perlen vor die Säue werfen? Der Eber ist seit alters ein heiliges Tier des Abendlandes, er verkörperte Fruchtbarkeit und Stärke und ist damit ein Zeichen für Wohlstand. Der Glückspfennig wurde einst an die Stalltür genagelt, um Hexen vom wertvollen Viehbestand fernzuhalten. Auch trugen ihn die Bauern im Frühjahr beim Kauf junger Schweine mit sich, damit diese gesund blieben. So entstand die Bedeutung, das Geld möge dem Besitzer des Glückspfennigs nie ausgehen. Doch nun scheint es vorbei zu sein mit den tierischen Glücksbringern. In England hagelt es Proteste, weil ein Drucker kürzlich durchblicken ließ, zur Herstellung neuer Fünf-Pfund-Noten...

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