Vitamin D
Sendung vom 28.04.2017

Radio

Von Udo Pollmer

Warum eigentlich schlucken immer mehr Menschen das sogenannte "Sonnenvitamin" – auch Vitamin D genannt? Müssen wir die Sonne neuerdings mit Löffeln essen, weil sie sich klammheimlich des Nächtens vom Acker gemacht hat? Inzwischen hat sich der Trend – so die New York Times - zu einer "Religion" von globalem Ausmaß gemausert. Andere nennen es eine Pandemie – eine Seuche wie der Ausbruch der Pest. In aller Welt, auch in den sonnenverwöhnten Tropen, wird Vitamin D – teilweise hochdosiert - vertilgt. Doch woran glauben diese Menschen? Bestimmt nicht an den Sonnengott des Alten Ägyptens. Wenn es darum geht, die Quelle eigenwilliger Gesundheitstrends aufzuspüren, lohnt ein Blick ins Internet. Eine Flut professionell gestalteter Websites beklagt einen allgemeinen Mangel – mit subtilen bis schlimmen Folgen. Die Anzeichen...

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Sündenbock gesuchtPDF download

von Andrea Pfuhl

2BienenHonigbienen leben gefährlich. Viele Bürger fürchten, das niedliche Haustier könnte, malträtiert durch Pestizide, Monokulturen und Klimawandel, bald ausgesummt haben, denn seit Jahren werden sie mit Schlagzeilen konfrontiert wie „Lautlos sterben weltweit Milliarden von Bienen“, „Für ihren Tod ist vor allem der Mensch verantwortlich“ und „Pestizide haben verheerende Auswirkungen auf das Bienengehirn“. Die Schuldigen sind schnell gefunden: „Nach Ansicht von Naturschützern und Imkern sind Pestizide für das dauerhafte Massensterben verantwortlich“.14,17,18 Zur Freude der Umweltverbände und vieler Imker und zum Ärger der Landwirte hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im April 2013 daher drei Insektizide aus der Klasse der Neonicotinoide vorerst für zwei Jahre verboten: Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam.49 Grundlage für diese Entscheidung waren öffentliche Bedenken, diese „Neonics“ seien spezifisch für das weltweite Honigbienensterben verantwortlich. Doch was als Sieg für die fleißigen Immen gefeiert wurde, hat die Brüsseler Behörde...

Von der Einfalt der Vielfalt

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von Klaus Alfs - erschienen im EU.L.E.N-SPIEGEL 4/2013  S. 13

Buddy Bear liBuddy BearKunterbunt soll unsere Gesellschaft sein.Buddy Bear rewikimedia commons / Florid
Nieder mit der Diskriminierung! In Berlin gibt es deshalb eine „Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung“. 
Diese hat ein flottes Konzept namens „Diversity“ ausgetüftelt, um sich und andere von der positiven Wirkung menschlicher Mannigfaltigkeit zu überzeugen. „Diversity“, so erfährt man auf der Homepage, „heißt wörtlich übersetzt Vielfalt. Dahinter stehen Ansätze, die die menschliche Vielfalt als gesellschaftliches Potenzial wertschätzen und bewusst fördern.“

Schon bei der Namensfindung scheint etwas schief gelaufen zu sein. „Landesstelle gegen Diskriminierung“ klang wahrscheinlich zu negativ, „Landesstelle für Gleichbehandlung“ zu abstrakt („dann kapiert ja keiner, dass wir gegen Diskriminierung sind“). Schließlich zerschlug man den gordischen Knoten, indem man sich auf eine „Landesstelle für-gegen“ einigte. 

Verkrampf di ned ...

Diese Grundverkrampfung prägt das gesamte Konzept; es erinnert an die Druckerzeugnisse der Zeugen Jehovas, wo Shiny Happy People gelassen dem kommenden Weltuntergang entgegensehen... Der fehlende Glaube an das Konzept wird durch emsige Geschäftigkeit kompensiert. So treiben im Projekt „Berlin – Stadt der Vielfalt“ diverse  „Fokusgruppen“ ihr Unwesen und zwingen die Mitarbeiter...

ein Beitrag von Prof. Dr. Bärbel Kniel und Udo Pollmer, erschienen in backwaren aktuellPDF download

Kommentar Udo Pollmer

 

Hexenritte, Bier, Bordelle, Babynahrung, Odysseus und Hühnerfang: auf den ersten Blick kaum miteinander vereinbar.

Das verbindende Element sind Tropan-Alkaloide, natürliche pflanzliche Giftstoffe in Nachtschattengewächsen wie Stechäpfel und Bilsenkraut.

Beim Anbau von Feldfrüchten kann das Erntegut damit kontaminiert werden. Gesetzliche Höchstgehalte sind bereits in Vorbereitung...

lesen Sie => hier im PDF "Tropan-Alkaloide" weiter

Frühstück macht nur eines: hungrige Kinder satt!

Sandwich Fruehstueck© cromary / www.fotolia.de

„Das Frühstück zu Hause hält das Herz von Kindern gesund“ – mit dieser frei erfundenen PR-Behauptung wollten deutsche Forscher den Medien mal wieder das beliebte Märchen vom „Gesunden Frühstück“ unterjubeln. „Wer das Herzinfarktrisiko von Vorschülern vorhersagt, sollte sich lieber auf Kaffeesatzdeuterei spezialisieren. Wenn, dann trägt der Stress, den solche Meldungen bei den Eltern verursachen, erheblich mehr zu deren vorzeitigem Ableben bei als ein - wie auch immer geartetes - Kinder-Frühstück“, so Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.). Es ist hier schon belanglos, dass es sich auch bei dieser Ernährungsstudie um eine Beobachtungsstudie handelt, aus der sich bestenfalls Plausibilitäts-Hypothesen ableiten lassen. Doch selbst auf diesem niedrigen Niveau betrachtet versickert die Botschaft des „gesunden Kinder-Frühstücks“ wie Pipi im Sandkasten. „Die Daten der Originalstudie lassen noch nicht einmal die...