Hevea brasiliensis
Sendung vom 17.02.2017

Radio

Von Udo Pollmer

Die Lebensmittelindustrie ist bekanntlich auf Rohstoffe wie Weizen, Milch oder Zuckerrüben angewiesen. Weniger bekannt ist, dass sie auch von einer Pflanze abhängig ist, die als ungenießbar gilt. Ohne diese käme die Versorgung mit Nahrung schnell ins Schlingern. Es handelt sich um den Kautschuk – als Rohstoff so wichtig wie Getreide oder Erdöl. Zwar gibt es synthetischen Kautschuk auf Erdölbasis, aber dieser vermag das Naturprodukt nur teilweise zu ersetzen. Naturkautschuk kommt aufgrund seiner unübertroffenen Eigenschaften vor allem bei Dichtungen für Maschinen zum Einsatz. Auch die Fließbänder, die Brötchen, Fischstäbchen oder Bonbons transportieren, sind mit Kautschuk beschichtet. Er verursacht wenig Abrieb, das schützt die Ware. Handschuhe aus Latex sorgen für Hygiene bei Erhalt des Fingerspitzengefühls. Den Löwenanteil...

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Giftspinnen
Sendung vom 10.02.2017

Radio

Von Udo Pollmer

Immer wieder finden tropische Spinnen ihren Weg nach Deutschland. Die Einreise erfolgt meist in Bananenkartons als blinde Passagiere. Glücklicherweise ist die Mehrzahl der Reisenden nicht giftig, auch dann nicht wenn handtellergroße, haarige Exemplare mit ihren acht Augen in der Obstabteilung des Supermarktes die Kunden beobachten. Da Obst kühl gelagert wird, sind die Tiere zunächst noch träge, so dass sie meist bei ihren Bananen bleiben, aber in der Küche erwachen sie in der Wärme zu neuem Leben. Wird im Markt ein Exemplar von einem Kunden gesichtet, fordert der Marktleiter einen Schädlingsbekämpfer an, damit dieser - geschützt durch Spezialkleidung - das Vieh einfängt. Daheim ist man auf sich selbst gestellt. Denn regelmäßig sind üble Exemplare darunter wie die aggressive Brasilianische Wanderspinne, auch Bananenspinne genannt...

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Entengrütze
Sendung vom 03.02.2017

Radio

Von Udo Pollmer

Die Forschung hat sich bei der Suche nach der Nahrung der Zukunft auf die Wasserlinsen fokussiert. Vielleicht taugt sie sogar als Alternative zu Fleisch, denn diese seien voller Eiweiß und edlen Fettsäuren. Wasserlinsen sind keine Linsen, sondern eine Gruppe von Schwimmpflanzen, die im Volksmund treffend als Entengrütze bezeichnet werden. Die meisten sind nur wenige Millimeter groß und treiben auf dem Wasser. In den warmen Sommermonaten vermehren sie sich so rasch, dass sie Teiche, Seen und Altarme in kurzer Zeit komplett mit grünem Schmodder überziehen. Unter Teichwirten gilt die Pflanze als übles Unkraut, durch den grünen Teppich dringt kein Licht, das Wasser wird nicht mehr erwärmt, die Pflanzen wachsen nicht mehr, sie produzieren somit auch keinen Sauerstoff. Entengrütze wird zwar von Karpfen, Tilapien und Weißfischen gefressen, sofern...

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Induktionskochen
Sendung vom 27.01.2017

Radio

Von Udo Pollmer

Ein Gutachten des schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit lässt aufhorchen: Gegenstand ist eine küchentechnische Neuerung, über die es nur verdammt wenig solide Daten gibt: der Induktionskochherd. Es geht nicht darum, von Amts wegen eine neue Sau durch die Bergdörfer zu treiben, nachdem sich die Angst vor den Mikrowellenherden gelegt hat; die Gutachter wollten bei diesem nebulösen Thema endlich Klarheit. Wir dürfen nicht vergessen: Bei den Mikrowellenherden gab es anfangs auch Probleme, weil man sie während des Betriebes öffnen konnte. Damals kam es vor, dass Köche daran erblindeten. Inzwischen sind die Geräte so konstruiert, dass wirklich nichts mehr passieren kann. Doch neue Techniken bergen neue Risiken. Induktionsherde sind Herde, bei denen die Töpfe und Pfannen nicht durch eine heiße Platte, sondern...

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Empörung über Vorstoß des Agrarministers
Sendung vom 20.01.2017

Radio

Von Udo Pollmer

Agrarminister Christian Schmidt hat den Verbraucherschutz entdeckt. Er fordert, Fleischimitate sollten nicht mehr als "vegetarisches Fleisch" oder "vegane Currywurst" gekennzeichnet werden. So wie auch Margarine nicht Rapsbutter heißt. Korrekte und unverwechselbare Bezeichnungen sind ein Pfeiler des Verbraucherschutzes. Naturgemäß versuchen die Hersteller dieses Prinzip auszuhöhlen, man denke nur an den Begriff "Nektar" für ein minderwertiges Saftimitat. Als die Absichten des Ministers bekannt wurden, erhob sich lautstarker Protest. "Das ist dreist", schimpfte "Spiegel Online". Die Organisation Slow Food, die sich einst für den Erhalt der Esskultur stark gemacht hatte, schlägt in die gleiche Kerbe und empfand die "Empörung", den "Hohn und Spott" als durchaus angebracht. Schließlich wolle der Minister die "Ersatzprodukte mit einer...

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