Rezepte für moderne Neandertaler - Essen und Trinken wie in der Steinzeit
Sendung vom 14.06.2014

Radio

Von Udo Pollmer

Was aßen die Menschen in der Steinzeit? Und was bedeuten deren Küchengeheimnisse für uns? Die Vertreter der Paläodiät versprechen Schlankheit, Fitness und Schutz vor Zivilisationskrankheiten.
Was gab's wohl in der Steinzeit zu essen, wenn Fred Feuerstein der Magen knurrte? Viele Ernährungsberater haben da klare Vorstellungen, gerade so, als kämen sie direkt von einer Tasse Kräutertee bei den Geröllheimers: Sie empfehlen allen Ernstes Süßkartoffel-Thunfischsalat, dazu gebratene Garnelen mit frischen Spargelspitzen. Tja, die Neandertaler wussten noch zu leben, sie aßen nur, was gesund ist und schlank macht. Sogar das Tässchen Kaffee zum Nachtisch gehört unter Paläodiät-Experten explizit zu einer Kost, wie sie vor 100.000 Jahren ...

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Udo Pollmer hält Entsalzung für das richtige Mittel gegen Trinkwasserknappheit
Sendung vom 07.06.2014

Radio

Von Udo Pollmer

Wasser wird knapp und Experten warnen vor möglichen Kriegen. Sie halten den Trinkwassermangel für dramatischer als den Klimawandel. Lebensmittelchemiker Udo Pollmer glaubt, dass sich das Problem technisch lösen lässt.
Nach Angaben der Vereinten Nationen erhalten über 1 Milliarde Menschen kein sauberes Trinkwasser. Experten befürchten, dass der Kampf ums Wasser in wenigen Jahren in voller Schärfe entbrennen wird. Zwar sind zwei Drittel der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt, aber höchstens drei Prozent davon sind Süßwasser. Der größte Brocken ist das Eis der Polkappen. Nur 0,3 Promille sind in Form von Flüssen, Seen und Feuchtgebieten unmittelbar zugänglich. Zusammen mit dem Grundwasser sind's etwa 1 Prozent.
Inzwischen herrscht der Eindruck vor, ...

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Über sinnlose Regelwerke, die viel Geld und Nerven kosten
Sendung vom 31.05.2014

Radio

Von Udo Pollmer

Die Liste der Schadstoffe im Essen wächst. Man gewinnt den Eindruck, dass mit jeder erfolgreichen Schadensbegrenzung zwei neue Gifte auftauchen. Ein Ende scheint nicht in Sicht. Wir fragten unseren Lebensmittelchemiker, ob das alles nur ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für seine Kollegen ist?
Schon wieder ein neues Pestizid - diesmal im Kaffee, wo es niemand erwartet hätte. Das Mittel heißt Mepiquat. Mepiquat-Rückstände findet man sonst auf Tomaten. Dort wird es als Wachstumsregler eingesetzt, dann als Keimhemmungsmittel auf Zwiebeln und als Halmfestiger für Dinkel. Doch die fraglichen Rück-stände im Kaffee haben rein gar nichts mit Pflanzenschutz zu tun.
Mepiquat entsteht bei der Röstung - aus ganz normalen Inhaltsstoffen der Kaffeebohne. Was machen wir jetzt? Kaffee verbieten, weil ...

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Hunger oder Fortschritt?
Sendung vom 24.05.2014

Radio

Von Udo Pollmer

"Wir haben es satt!" Mit diesem Slogan protestiert ein Bündnis aus dem Öko-Milieu gegen die Agrarindustrie. Udo Pollmer ärgert sich über die Parole. Sie verkläre die historische Landwirtschaft und ignoriere wichtige Errungenschaften.
Die Forderung nach kleinen bäuerlichen Betrieben findet immer mehr Anhänger. Die Agrar- und Lebensmittelbranche hat ja auch tief in die Tasche gegriffen, um diese Idee im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, die Idee vom gemütlichen Bäuerlein, das sich noch persönlich um jedes Kräutlein, Käferlein und Häslein kümmert, und die Schädlinge mit einer Panflöte aus dem Weinberg lockt. Die Kitschpostkarten-Idylle ist nichts anderes als die Werbung, mit der über 30 Jahre das Gehirn des Verbrauchers weichgespült wurde. Wenn dann noch auf dem Fertigsuppentütchen zu lesen ist, die Krümel seien "nach Gärtnerinnenart mit dem Suppenlöffel geerntet", dann sollte ...

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Alles für das Seelenheil der Pflanzenwelt
Sendung vom 17.05.2014

Radio

Von Udo Pollmer

Immer neue Ernährungsphilosophien finden ihre Anhänger – die neueste Bewegung sind die Frutarier. Sie wollen nicht, dass den Pflanzen ein Leid geschieht. Aus ethischen Gründen essen sie kein Gemüse. Der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer hat sich die hehre Ethik mal aus der Nähe angesehen.
Frutarier sind Veganer, die nicht nur auf Tierisches verzichten, sondern auch den lieben Pflanzen keine Schmerzen zufügen wollen. Eine Möhre leidet, wenn sie aus dem Mutterboden gerissen wird, um dann bei vollem Bewusstsein von Rohköstlern zerkaut zu werden, oder gar in gutbürgerlichen Kochtöpfen den grausamen Hitzetod zu sterben. Frutarier essen nur, was die Pflanzen freiwillig hergeben wie Äpfel oder Nüsse. Sie verzichten sogar auf Jutetaschen oder Bücherregale aus Holz. Schließlich gäbe es Plastiktüten und Regale aus Metall, ganz ohne jedes Pflanzenleid. Diese Weltsicht findet derzeit ...

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