Gemüseanbau und Verbraucher
Sendung vom 24.02.2017

Radio

Von Udo Pollmer

Gentechnologen ist es gelungen, im Erbgut der Tomate jene Bereiche zu identifizieren, die für den guten Geschmack sorgen. Mit diesem Wissen, frohlocken die Kommentatoren, ließen sich endlich Früchte ernten, die sich ihrer alten Bezeichnung Paradiesapfel als würdig erweisen sollten. Es sind jedoch gar nicht so sehr die Aromastoffe für den guten Geschmack einer Tomate verantwortlich, sondern der Gehalt an Zucker. Zucker ist ein Zeichen von Vollreife, doch der Verbraucher nimmt im Mund nicht etwa mehr Süße wahr, sondern empfindet den Gesamteindruck als "tomatiger". Dummerweise regulieren die Gene, auf denen die Zuckerproduktion verankert ist, zugleich die Größe. Je größer die Frucht, desto weniger Zucker und desto fader. Nicht umsonst erfreuen sich die kleinen Cocktailtomaten wachsender Beliebtheit. Da die Züchter – um die...

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